Bolivien: 40 Tote bei schwerem Busunglück

3. September 2002, 11:43
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Bus stürtze auf "Straße des Todes" in 170 Meter tiefe Schlucht

Coroico/Bolivien - Ein schweres Busunglück in Bolivien hat am Montag zahlreiche Menschenleben gefordert. Der mit etwa 50 Fahrgästen besetzte Bus rutschte nach Behördenangaben von der mit Schlamm bedeckten Fahrbahn in eine 170 Meter tiefe Schlucht. Zwölf Insassen wurden bis zum Abend tot und fünf weitere schwer verletzt geborgen. Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Toten auf bis zu 40 steigen könnte.

Es wird vermutet, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen ist. Die Polizei zog aber auch einen technischen Defekt als Ursache in Erwägung. Die kurvenreiche Fernstraße durch die Anden, auf der sich der Unfall ereignete, wird von den Einheimischen "Straße des Todes" genannt; in einigen Reiseführern wird sie auch als gefährlichste Straße der Welt bezeichnet.

Der bolivianische Staat baut derzeit an einer Alternativstrecke, die bis Jahresende fertig sein soll. Allein in diesem Jahr kamen auf der Straße in der westlichen Region Las Yungas 70 Menschen ums Leben. (APA)

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