Journalist in Kasachstan angegriffen

3. September 2002, 16:12
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OSZE verlangt von Regierung Aufklärung über Vorfall

In der kasachischen Hauptstadt Almaty ist ein Journalist angegriffen und schwer verletzt worden. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) verlangte am Dienstag Aufklärung über den Vorfall, bei dem am 27. August der Reporter und Menschenrechtsaktivist Sergej Duwanow angegriffen und schwer verletzt wurde.

Der Medienbeauftragte der OSZE, Freimut Duve, fordert in einem Schreiben an den kasachischen Außenminister Kassymshomart Tokajew die Regierung dazu auf "alle erforderlichen Schritte zur Untersuchung dieses verabscheuungswürdigen Vorfalles" zu unternehmen.

Wegen Ehrenbeleidigung angeklagt

Bereits am 30. August hatte die OSZE den Angriff auf Duwanow verurteilt. Davor intervenierte der Medienbeauftragte Duve zu Gunsten des Journalisten, als dieser im Juli wegen Ehrenbeleidigung des kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew angeklagt wurde.

Erst Mitte August war in Kasachstan Artur Platonow, Journalist beim privaten Fernsehsender KTK in der Nähe seines Hauseingangs angegriffen worden. Eine Gruppe von unabhängigen Journalisten in Kasachstan hat beschlossen, auf eigene Faust Menschenrechtsverletzungen und Übergriffe staatlicher Organe in der ehemaligen Sowjetrepublik zu untersuchen. Der Moderator hatte sich in einer Fernsehsendung von KTK kritisch über die Polizei in Almaty und über die Truppen des Innenministeriums geäußert. (APA)

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