Palästinenser-Extremisten erteilen Gewaltverzicht eine Absage

3. September 2002, 10:51
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Al-Aksa-Brigaden: "Kein Ende des Widerstandes vor Ende der Besetzung"

Gaza-Stadt - Die palästinensischen Extremisten haben am Dienstag den Aufruf der Autonomieregierung zum Gewaltverzicht zurückgewiesen. "Es wird kein Ende des Widerstandes geben, bevor nicht die Besetzung endet", sagte ein Spitzenfunktonär der Brigaden der Märtyrer von Al Aksa. Ähnlich äußerten sich Hamas, Dschihad und die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP). Die Aksa-Brigaden stehen der Fatah-Partei des Palästinenser-Präsidenten Yasser Arafat nahe.

Sein Innenminister Abdel Razzek Yahia hatte am Montag in einem Reuters-Interview zur Beendigung des bewaffneten Aufstandes gegen Israel aufgerufen und gefordert, der Besatzungsmacht passiven Widerstand zu leisten. Yahia hat in den vergangenen Wochen hinter verschlossenen Türen mit den Extremisten verhandelt. Seit dem Beginn des Aufstandes vor zwei Jahren sind im Westjordanland, dem Gaza-Streifen und in Israel über 2.000 Menschen getötet worden. (APA/Reuters)

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