Prodi glaubt an Einlenken der USA

3. September 2002, 10:38
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"Auf lange Sicht werden sich die Positionen annähern" - vorerst bleibt die Klima-Kluft bestehen

Johannesburg - Beim Streit um den Klimaschutz rechnet EU-Kommissionspräsident Romano Prodi langfristig mit einem Einlenken der USA. "Auf lange Sicht werden sich die Positionen annähern", sagte Prodi beim UNO-Gipfel in Johannesburg. Er bedauere die derzeitige Haltung Washingtons zum Kyoto-Protokoll, sagte Prodi. Beim Klimaschutz sei eine weltweite Zusammenarbeit unabdingbar.

Das Kyoto-Protokoll gibt erstmals international verbindliche Grenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen vor, die für die Erderwärmung, den so genannten Treibhauseffekt, verantwortlich sind. Die USA lehnen die Vereinbarung ab. Damit das Protokoll in Kraft treten kann, muss es zumindest von Russland noch ratifiziert werden. Prodi sagte, er haben am Montag einen persönlichen Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin geschickt mit der Bitte, die Ratifizierung zu beschleunigen. (APA)

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