Geteilte Meinungen zu Sonderparteitag in Oberösterreich

3. September 2002, 09:57
posten

Bezirksfunktionär: Putschversuch - Landesobmann-Vize Pumberger: Verunsicherung

Linz - Geteilte Meinungen gibt es in der oberösterreichischen FPÖ zur Frage, ob ein Sonderparteitag abgehalten werden soll oder nicht. Landesobmann Landesrat Hans Achatz teilte am Montag mit, dass sich das FP-Landespräsidium für einen solchen Sonderparteitag ausgesprochen habe, damit es zu einem "Votum der Basis" komme.

Der Sonderparteitag solle sich aber nur mit den aktuellen Sachfragen wie der Steuerreform oder dem Abfangjägerkauf befassen, eine Führungsdiskussion solle es nicht geben, so Achatz. Anders sieht man dies im Bezirk Gmunden. Der FPÖ-Landtagsabgeordnete und Obmann der Gmundener Bezirksgruppe, Martin Kreßl, erklärte dazu am Dienstag in Radio Oberösterreich: "Wir lehnen den Versuch, einen Sonderparteitag einzuberufen, strikt ab". Denn dieser Sonderparteitag würde nur zu einem "Putschversuch" gegen Riess-Passer und die Regierungskoalition veranstaltet, "die Bezirksgruppe Gmunden steht aber solidarisch zu Riess-Passer", betonte Kreßl.

Der oberösterreichische FPÖ-Landesparteiobmannstellvertreter und Nationalratsabgeordnete Alois Pumberger warnte ebenfalls am Dienstag vor einer zunehmenden "Verunsicherung" sowohl bei den FPÖ-Mandataren und -funktionären als auch bei den Sympathisanten und Wählern. "Es kann doch nicht sein, dass die Frage des Zeitpunkts einer Steuerreform zu einem Bruch in der gesamten Partei und in der Regierung führt", sagte Pumberger und fügte hinzu: "Ich bin zuversichtlich, dass es einen Kompromiss geben wird." (APA)

Share if you care.