Westjordanland: Zwei Palästinenser getötet

3. September 2002, 07:55
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Palästinenser greift Panzer mit Granaten an - Mahmed Ahmed Amin Jerar festgenommen

Jerusalem/Nablus - Zwei Palästinenser sind am Dienstagmorgen von israelischen Panzergeschossen getötet worden, wie das Rote Kreuz berichtete. Der Vorfall trug sich den Angaben zufolge in dem Dorf Burin nahe Nablus im Westjordanland zu. Es war zunächst unklar, ob es sich bei den Männern um Zivilisten oder Mitglieder einer militanten Organisation handelte. Die israelische Armee ist wegen der Tötung von mehreren Zivilisten in den jüngsten Tagen ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.

Gaza: Palästinenser greift Panzer mit Granaten an

Israelische Soldaten haben am späten Montagabend im südlichen Gazastreifen einen Palästinenser erschossen. Wie Radio Israel berichtete, hatte das Opfer an der Kissufim- Kreuzung einen israelischen Panzer mit Granaten beworfen. Dabei sei er erschossen worden.

Gleichwohl zogen sich die Streitkräfte am Montagabend von der Schnellstraße nahe der jüdischen Siedlung Netzarim zurück. Dadurch wurden die Verkehrsverbindungen durch den Gazastreifen wiederhergestellt.

Ranghohes Mitglied des Islamischer Dschihad festgenommen

Unterdessen nahmen israelische Soldaten am Montag nach einem Bericht der Spätausgabe der israelischen Tageszeitung "Haaretz" Mahmed Ahmed Amin Jerar fest, einen ranghohen Mitglied der militanten Organisation Islamischer Dschihad. Jerar sei Chef des militärischen Flügels des islamischen Dschihad in Dschenin. Nach ihm sei lange gefahndet worden, berichtete das Blatt. Israelische Sicherheitskreise vermuten, dass er zahlreiche Laboratorien zur Herstellung von Sprengstoff errichtet hat. Ferner soll Jerar an der Ausbildung von Dschihad-Kämpfern beteiligt gewesen sein.

(APA/dpa)

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