Saddam Hussein: USA wollen Kontrolle über Öl-Reserven

2. September 2002, 20:27
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Bagdads Potentat glaubt die Ursachen für das Säbelrasseln Washingtons zu kennen

Moskau/Washington - Ein Militärschlag der USA gegen Irak hätte nach den Worten von Iraks Staatschef Saddam Hussein das Ziel, die Kontrolle über die Erdölvorkommen im Nahen Osten zu erlangen. Während sich Saddam während eines Besuchs einer weißrussischen Delegation in Bagdad derart äußerte, signalisierte sein Vize-Regierungschef Tarek Aziz auf dem UNO-Weltgipfel in Johannesburg, dass der Irak doch noch bereit sein könnte, die UNO-Waffeninspektoren ins Land zu lassen. Unterdessen mehren sich internationale Stimmen gegen einen möglichen US-Angriff.

Saddam Hussein warf den USA vor, den Irak zerstören und das Nahost-Erdöl kontrollieren zu wollen. "Die Vereinigten Staaten glauben, dass wenn sie den Irak zerstören, das Nahost-Öl kontrollieren zu können, das 65 Prozent der gesamten bekannten Erdölreserven der Welt ausmacht", sagte Saddam am Montag während eines Besuchs einer weißrussischen Delegation in Bagdad. Die USA wollten die Ölpreise und die Fördermengen festsetzen und schließlich die ganze Welt regieren. Dann könnten sie auch die Wachstumsraten in der Welt bestimmen. Europa, sagte Saddam weiter, habe sich von den USA distanziert, weil es die Zukunft, die Unabhängigkeit und die Freiheit des Iraks sichern wolle. (APA/AP/dpa/Reuters)

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