Neue Daten zur Schwäche der Freiheitlichen

2. September 2002, 19:48
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Parteiinterne Streitigkeiten drücken Umfragewerte

Linz - Das Linzer Meinungsforschungsinstitut market hat am Montag neue Zahlen über die Schwäche der FPÖ veröffentlicht - und gleichzeitig bestritten, dass das Finanzministerium irgend etwas mit einer in der Vorwoche durchgeführten Umfrage zu tun hätte, in der Finanzminister Karl-Heinz Grasser besonders gute Werte (38 Prozent sehen ihn als möglichen Kanzlerkandidaten) bescheinigt wurden.

"Das ist eine Eigenforschung, die ich am Donnerstag und Freitag durchgeführt habe," sagt der Politikwissenschafter Ernst Koglgruber - und verrät weitere Ergebnisse seiner Studie: "Der Hauptgrund für den derzeitigen Rückgang der FPÖ in der Wählergunst ist der Streit in der Partei. Der Fall Gaugg wird dagegen nur noch von acht Prozent angegeben, der Kauf der Abfangjäger von 18."

Diese Umfrage stützt die derzeitige Parteiführung und Regierungsmannschaft - wie eine ähnliche, am Montag im STANDARD veröffentlicht wurde: Nur neun Prozent der Befragten gaben an, dass die Arbeit der FPÖ-Regierungsmitglieder für die Schwäche der FPÖ verantwortlich wäre. 41 Prozent der 500 Befragten meinen, dass Haiders Vorstoß für eine Steuerreform im Jahr 2003 eine Schwächung der Regierung zum Ziel habe. (cs/DER STANDARD, Printausgabe, 3.9.2002)

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    grafik: derstandard.at
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