Orbán will eigenes TV

2. September 2002, 19:19
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Ein staatlicher Kanal soll "bürgerlich" werden

Der ungarische Expremier Viktor Orbán ließ am Wochenende einmal mehr demonstrieren. Diesmal "für die Pressefreiheit", die er seit dem Wechsel zu einer linksliberalen Regierung im April gefährdet sieht. An die 10.000 Menschen fanden sich vor dem Gebäude des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ein. "Wir verlangen ein neues Mediengesetz, das das öffentlich-rechtliche Fernsehen auf zwei gleichrangige Kanäle aufteilt", rief Orbán in die Menge - einen "sozialistischen" und einen, der die "bürgerlich-nationalen Werte" widerspiegelt. Tatsächlich war Ungarns öffentlich-rechtliches Fernsehen in den vergangenen Jahren von Propagandisten beherrscht worden. Die Opposition hatte unter Orbán dort nichts zu melden. (gma/DER STANDARD, Printausgabe vom 3. 9. 2002)
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