Finanzielles "Ende der Fahnenstange"

2. September 2002, 18:12
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Stadtpräsident: Verwaltungsrat wollte Gerüchten zuvorkommen - Kaufmännischer Direktor: sehr schwere Finanzkrise

Finanziell sei das "Ende der Fahnenstange erreicht", begründete Elmar Ledergerber, Stadtpräsident und Mitglied des Verwaltungsrats, die Entscheidung des Gremiums sich von Marthaler zu trennen. Trotz der vom Volk im Juni bewilligten Subventionserhöhung zeichne sich in der jetzt beginnenden Saison - trotz Sparprogramm - ein Defizit von 1,5 Millionen Franken (1,019 Mill. Euro) ab.

Die Form der Trennung begründete Ledergerber mit in den Medien kursierenden Gerüchten. Diesen habe der Verwaltungsrat am Samstag zuvorkommen wollen. Die Zeit für eine Entscheidung habe laut Ledergerber auch gedrängt - wegen der Suche nach einem neuen Intendanten ab 2003/2004.

Andreas Spillmann, seit März neuer kaufmännischer Direktor des Schauspielhauses, bestätigte auf Anfrage die sehr schwierige Finanzlage und äußerst dünne Kapitaldecke des Schauspielhauses. Ein weiteres Defizit, wie es sich jetzt abzeichne, sei nicht zu verkraften. Er bestätigte, dass gegenüber dem Vorjahr die Abonnements für die Saison 2002/03 erneut abgenommen hätten, um 400 auf noch 2.400.

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