Mandela verurteilt Drohungen der USA

2. September 2002, 16:58
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Friedensnobel- preisträger will Blair von Unterstützung des US-Angriffs abbringen

Johannesburg - Der frühere südafrikanische Präsident und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela hat die Kriegsdrohungen der USA gegen den Irak in scharfen Worten verurteilt. Die USA würden Chaos in der internationalen Politik verursachen. "Es darf keinem Land erlaubt werden, das Recht in die eigene Hand zu nehmen", sagte Mandela vor einem Treffen mit dem französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac am Montag. "Das gilt besonders für die Vereinigten Staaten von Amerika, weil sie heute die einzige Supermacht auf der Welt sind und vorbildlich in allem sein müssen, was sie tun."

Die Botschaft aus dem Vorgehen der USA sei, dass man bei Befürchtungen bezüglich eines Veto im UNO-Sicherheitsrat diesen einfach ignoriere, sagte Mandela. Er habe auch versucht, mit US-Präsident George W. Bush zu sprechen, dieser sei aber nicht erreichbar gewesen. Er habe stattdessen mit Außenminister Colin Powell und Bushs Vater gesprochen. Die Londoner Tageszeitung "The Guardian" berichtete am Montag, Mandela habe zudem versucht, den britischen Premierminister Tony Blair dazu zu bewegen, Bush von einem Alleingang gegen den Irak abzuhalten. (APA/AP)

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    Nelson Mandela: "Es darf keinem Land erlaubt werden, das Recht in die eigene Hand zu nehmen"

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