Springer-Betriebsrat gegen Einstieg von WAZ und Murdoch

2. September 2002, 16:10
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Eigenständigkeit des Verlages stehe auf dem Spiel

Der Betriebsrat des Axel Springer Verlags lehnt den Einstieg der WAZ-Gruppe oder des Medienunternehmers Rupert Murdoch ab. In einem offenen Brief appellierte der Gesamt- und Konzernbetriebsrat von Springer am Montag in Berlin an die Verlagsaktionäre, einer "feindlichen Übernahme" von Leo Kirchs 40-Prozent-Aktienpaket durch die WAZ oder Murdoch nicht zuzustimmen. Ansonsten stehe die Eigenständigkeit des Verlages aufs Spiel.

"Arbeitsplatz-Vernichtungsmaschine"

Mit der WAZ oder Murdoch drohe eine "Arbeitsplatz-Vernichtungsmaschine" und die Aushöhlung sozialer Grundsätze, wie sie bei Springer trotz schwieriger Zeiten herrschten, schrieben die Betriebsräte. Die Aktionäre sollten sicher stellen, dass der Verlag mit eigenständigen Produkten unabhängig bleibt. (APA/dpa)

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