Steiermark nach Burgenland und Wien das kinderärmste Bundesland

2. September 2002, 13:57
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Kinder zu haben ist heute nicht mehr selbstverständlich - Kosten- und Zeitfaktor Kind und Karriere müssen unter einen Hut gebracht werden...

Graz - In der Steiermark gibt es nur mehr 192.000 Kinder: Das sind um 38 Prozent weniger als noch vor 30 Jahren. Gemessen an der Gesamtbevölkerung stellen die Kinder nur mehr 16,3 Prozent der Einwohner. Damit ist die Steiermark nach Wien (15 Prozent) und dem Burgenland (15,3 Prozent) das "kinderärmste" Bundesland Österreichs, hieß es bei einer Pressekonferenz in Graz. Angesichts der alarmierenden Entwicklung will die steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (VP) die Steiermark zum "kinderfreundlichsten Bundesland" machen: "Wir müssen etwas unternehmen".

Kinder sind nicht mehr selbstverständlich

"Kinder zu haben ist heute nicht mehr selbstverständlich", meinte der Leiter der Landesstatistik, Ernst Burger: Zumindest für einige Zeit wird der Wunsch nach Nachwuchs anderen Zielen untergeordnet und letztlich kann dieses Aufschieben auch in einen gänzlichen Verzicht münden - wie es die aktuellen Ergebnisse der Statistik zeigen. "Bei Beibehalten derzeitiger Verhaltensweisen ist damit unausweichlich ein weiteres Sinken der Geburtenzahlen und in weiterer Folge der Kinder- und Schülerzahlen zu erwarten", so Burger. Die derzeitige Elterngeneration werde jetzt schon nur mehr durch 60 Prozent "ersetzt". Der Prozess sei heute "nicht mehr reversibel", es sei jedoch alles zu unternehmen, um ihm die Schärfe zu nehmen, führte der Landesstatistiker aus. (APA)

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