Alte Websites haben einen Second-Hand-Wert

2. September 2002, 13:47
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Berliner Agentur kauft gebrauchte Internet-Seiten

Die Berliner Web-Agentur Skileon hat das Geschäft mit virtuellen Gebrauchtwaren im Webdesign-Geschäft entdeckt. Das Unternehmen nimmt gebrauchte Internetangebote in Zahlung. "In den meisten Websites stecken noch ein paar 100 Euro", ist Skileon-Geschäftsführer Nikolaus Gierszewski überzeugt. Auch wenn sie nicht mehr aktuell sind, verberge sich im Innenleben der Internetauftritte so manches wertvolle Detail, das sich weiterverwenden lasse. Darunter seien Bildrechte, Designs und programmierte Tools wie Formulare. Der Preis ist wie beim eigenen gebrauchten Auto Verhandlungssache, berichtet der Nachrichtendienst ddp.

"Kostengünstige" Überarbeitung

Neben dem Internetanbieter, der noch Geld für seine alte Site bekommt, können auch gemeinnützige Organisationen von dem Gebrauchthandel profitieren. Ihnen will die Berliner Agentur die gebrauchten Webauftritte nach einer Überarbeitung "kostengünstig" zur Verfügung stellen. Besonders eigenwillige Internetangebote will das Unternehmen jedoch nicht weiterverkaufen, sondern sammeln. "Wir glauben, dass die ersten Homepages aus der Zeit, als die Menschen surfen lernten, schon bald von unschätzbarem Erinnerungswert sind", ist sich Gierszewski sicher. (pte)

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