SPÖ fordert Anti-Gentech-Inititative

2. September 2002, 13:25
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Umweltsprecherin Sima: Gentechnik löst Problem des Welthungers nicht

Wien - "Gentechnik löst das Problem des Welthungers nicht", betonte am Montag SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima anlässlich der Pro-Gentechnik-Pläne der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO beim Gipfel in Johannesburg. Angesichts der rund 13 Millionen Menschen, die laut UNO-Schätzungen von Hunger bedroht sind, sei es mehr als unmenschlich, diese Technologie als Allheilmittel zu positionieren, hieß es in einer Aussendung.

"Aus den bitteren Erfahrungen der Vergangenheit wissen wir, dass der Einsatz hoch entwickelter Pflanzen und eine hoch industrialisierte Landwirtschaft in den Ländern der Dritten Welt nicht zu einer Lösung des Hungerproblems beigetragen haben", so Sima. Die Gentechnik würde die Länder der Dritten Welt in noch größere Abhängigkeiten drängen, und sie hätten das Risiko der noch nicht abschätzbaren Folgen von Freisetzungen zu tragen.

Die von der "Gentech-Lobby" stets ins Treffen geführten vermeintlichen Vorteile, wie etwa der geringere Spritzmittel-Einsatz, hätten sich längst als falsch erwiesen, meint Sima. Die Politikerin fordert von Umweltminister Molterer eine österreichische Initiative gegen die Pläne der FAO: "Österreich als gentechfreies Land muss hier eine Vorreiterrolle übernehmen und die Alternativen zu einem Gentechnik-Export in die Länder der Dritten Welt aufzeigen." (APA)

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