ARD-Kameramann in Peking misshandelt

2. September 2002, 12:41
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"So etwas darf nicht gefilmt werden"

Bei dem Fluchtversuch von Nordkoreanern in ein Botschaftsgelände in Peking ist am Montag ein Kameramann des Ersten Deutschen Fernsehens (ARD) getreten und geschlagen worden. Wachsoldaten in Zivil wurden handgreiflich, als er die Festnahmen in dem Bürogebäude, in dem die ARD ihr Studio hat, filmte. Er wurde von einigen Wachleuten mit Ledergürteln immer wieder auf seine Hände geschlagen, als er die Kamera nicht loslassen wollte.

Bei den Handgreiflichkeiten, in die auch der ARD-Korrespondent verwickelt war, wurde ihm aber schließlich die Kamera abgenommen. Das Filmmaterial wurde herausgenommen. Nach einer Stunde gab die Polizei die Kamera zurück. Das ARD-Studio wurde belehrt, "dass so etwas nicht gefilmt werden darf". Auf dem bewachten Gelände im Stadtviertel Sanlitun sind außer Botschaften und Residenzen auch ausländische Korrespondentenbüros untergebracht. (APA/dpa)

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