Zerstörung "aus Sicherheitsgründen"

2. September 2002, 15:21
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Israelische Armee rechtfertigt Abriss mehrerer Häuser - Sharon will Arafat nicht zurückkehren lassen

Ramallah/Jerusalem - Die israelische Armee hat mehrere palästinensische Häuser zerstört. Die Besitzer der Häuser im Dorf Jatta in der Nähe von Hebron im Westjordanland seien vor einem Monat über das Vorhaben der Armee informiert worden, erklärte Palästinenser am Montag. Die Häuser müssten aus "Gründen der Sicherheit" abgerissen werden, hieß es zur Begründung. Die Gebäude stehen an einer Straße, die von israelischen Siedlern benutzt wird.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon will Palästinenserpräsident Yasser Arafat nach einer Ausreise aus dem Westjordanland die Rückkehr verwehren. Dies habe Sharon in einer Kabinettssitzung am Sonntag angekündigt, berichtete die Tageszeitung "Yedioth Aharonot". Allerdings sei Israel bisher kein formeller Ausreiseantrag der palästinensischen Autonomiebehörde für Arafat zugegangen. Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer erklärte, eine Ausweisung Arafats werde dessen derzeit geschwächten internationalen Status wieder stärken.

Der gemäßigte palästinensische Politiker Hana Siniora wird neuer Botschafter der Palästinenser in den USA. Der 65 Jahre alte Christ aus Ostjerusalem wird seinen Dienst im Oktober antreten. Seine wichtigste Aufgabe sei, die Beziehungen wieder auf den Stand wie unter der Regierung von US-Präsident Bill Clinton zu bringen, sagte Siniora. Der neue Botschafter ist einer der führenden Friedensaktivisten der Palästinenser. (APA/dpa/AP)

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