18 Prozent der ägyptischen Häuser einsturzgefährdet

2. September 2002, 11:45
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Mehr als 1,4 Millionen Gebäude

Kairo - 18,1 Prozent aller Häuser in Ägypten sind nach Angaben eines Parlamentskomitees einsturzgefährdet. Wie die arabische Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" am Montag berichtete, sind das nach Berechnungen des Wohnungsbaukomitees insgesamt mehr als 1,4 Millionen Gebäude.

Wohnungsbauminister Mohammed Ibrahim Suleiman wolle die Einhaltung von Bauvorschriften besser überwachen, hieß es in der ägyptischen Oppositionszeitung "Al-Wafd". Auch der Minister für Regionalplanung, Mustafa Abdelkader, erklärte laut "Al-Sharq Al- Awsat" bei einer Sitzung des Wohnungsbaukomitees am Sonntag, ein großer Teil der Abrissanordnungen für einsturzgefährdete Gebäude werde nicht befolgt.

Ausgelöst wurde die Diskussion über die Gebäudesicherheit in Ägypten von einem Erdbeben der Stärke 4,7 auf der Richter-Skala, das die 17-Millionen-Metropole Kairo am 24. August erschüttert hatte. Todesopfer waren dabei nicht zu beklagen. Doch stürzten nach offiziellen Angaben vier Häuser zum Teil ein.

Minister Abdelkader erklärte nach Angaben der Zeitung, die Behörden hätten nach dem Erdbeben auf Bitten der Bewohner 500 Gebäude überprüft. In 260 Fällen sei Reparaturbedarf festgestellt worden. Die meisten betroffenen Gebäude stehen in ärmeren Wohngegenden. (APA/dpa)

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