Die Windows XP-"Update-Falle" unter der Lupe

2. September 2002, 11:54
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Das Service Pack 1 für Windows XP enthält eine Routine, die bei illegalen Kopien Alarm schlägt und weitere Updates verhindert

Am 9. Septmber soll das erste Update des Microsoft-Betriebssystems Windows XP erscheinen – der WebStandard berichtete. Die Zeitschrift PC-Welt hat in ihrer aktuellen Ausgabe 10/02 die Beta-Version des Updates unter die Lupe genommen: Das rund 135 Megabyte große Service Pack 1 bringt nicht nur wichtige Programmverbesserungen und Sicherheits-Updates, sondern prüft auch, ob der Anwender eines Rechners mit einer illegalen Windows XP-Installation arbeitet.

Verbreitet

Schwarzkopien von XP sind im Internet weit verbreitet. Dabei handelt es sich meist um Versionen für Unternehmen, die nicht freigeschaltet werden müssen. Private Anwender setzen diese Version teilweise ein, um dem Registrierzwang für das Microsoft-System zu umgehen.

Corporate-Editions

Die im Internet kursierenden XP-Versionen gehen auf wenige dieser Corporate-Editions zurück. Deren Produkt-Schlüssel beginnen mit bestimmten Buchstabenkombinationen, wovon natürlich auch Microsoft Kenntnis hat, so die Zeitschrift.

Alarm

Das Windows XP Service Pack 1 erkennt daher diese Varianten und schlägt Alarm: Es erscheint eine Dialogbox, die den Anwender auffordert, das "Anti-Piracy-Team" von Microsoft zu kontaktieren. Das XP-Update bricht daraufhin die Installation ab und hebelt zudem die Windows-Update-Funktion aus. Die Folge: Der Anwender kann keine Sicherheits- oder sonstigen Updates mehr ausführen, warnt die PC-Welt.

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PC-Welt

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