Deutscher Bundeskanzler kündigt deutsche Initiativen an

2. September 2002, 11:55
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Schröder: Kyoto ratifizieren

Johannesburg - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat beim UN-Gipfel für nachhaltigen Entwicklung in Johannesburg mehrere deutsche Initiativen für einen Ausbau erneuerbarer Energien angekündigt. Er werde zu einer internationalen Konferenz zu dem Thema in sein Heimatland einladen, sagte Schröder am Montag vor rund hundert Staats- und Regierungschefs laut vorab veröffentlichtem Redetext.

Zudem werde sich Deutschland an dem am Sonntag beschlossenen weltweiten "Netzwerk der Energieagenturen" beteiligen. Weiters kündigte Schröder eine verstärkte Zusammenarbeit im Energiebereich mit den Entwicklungsländern an, die zu einer "strategischen Partnerschaft" ausgebaut werden solle. Diese Zusammenarbeit werde Deutschland in den kommenden fünf Jahren mit 500 Millionen Euro fördern.

Kyoto ratifizieren

Zugleich sprach sich Schröder dafür aus, dass der UN-Gipfel die säumigen Staaten auffordern sollte, das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz "so schnell wie möglich" zu ratifizieren. Die Industrieländer, die dies nicht tun wollten, sollten "zumindest einen gleichwertigen Beitrag zur Verminderung der Treibhausgase" leisten.

Für die weltweite Bekämpfung der Armut werden die EU-Staaten nach Schröders Worten die Entwicklungshilfe von derzeit 26 Milliarden Euro auf voraussichtlich 35 Milliarden Euro 2006 erhöhen. Ebenso wichtig sei der freie und ungehinderte Zugang der Entwicklungsländer zu den Weltmärkten. "Dazu gehört auch der Abbau von Markt verzerrenden Subventionen im Agrarbereich", betonte der Politiker. (APA)

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