Geheimdienst: Damaskus hilft El Kaida

2. September 2002, 19:32
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WTC-Attentäter Mohammed Atta mehrmals in Syrien - Bis zu 200 El-Kaida-Kämpfer im Libanon

Tel Aviv/Damaskus/Beirut - Syrien hat in den vergangenen Monaten bis zu 200 Kämpfer der Al-Qa'ida von Osama Bin Laden in den Libanon einreisen lassen. Dies berichtete die israelische Tageszeitung Ha'aretz am Montag unter Berufung auf mehrere nicht näher genannte Geheimdienste. Die Männer seien in dem palästinensischen Flüchtlingslager Ein Hilweh bei Sidon untergebracht worden, in dem es seither zu größeren Spannungen und sogar Straßenkämpfen gekommen ist.

Die Al-Qa'ida-Kämpfer seien im Herbst 2001 aus Afghanistan über Damaskus, aber auch Iran und direkt in den Libanon gereist, heißt es in dem Bericht der gewöhnlich gut informierten Zeitung. Weiters heißt es, dass Mohammed Atta, der am 11. September die Operation leitete, sich mehrere Male in Syrien aufgehalten habe. Diese Information wurde von Syrien, das seine Kooperation im Kampf gegen Al-Qa'ida zugesagt hatte, nicht an die USA weitergeleitet, ebenso nicht, dass der Sohn Bin Ladens auch noch nach dem 11. September in Syrien war, berichtet Ha'aretz.

Der Zeitungsbericht steht im Widerspruch zu Meldungen, dass Syrien sich im Kampf gegen Al-Qa'ida als Partner der USA erwiesen hat - weshalb das Land von US-Präsident George Bush nicht auf die "Achse des Bösen" platziert wurde. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 3.9.2002)

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