China setzt Transrapid-Konsortium unter Druck

2. September 2002, 08:59
posten

Zugang zu technischem Know-How gefordert - China verhandelt mit Japan über Schinkansen-Zug

Düsseldorf - Die chinesische Regierung setzt das aus der Siemens AG sowie der ThyssenKrupp AG bestehende Transrapid-Konsortium offensichtlich zunehmend unter Druck. Wie das "Handelsblatt" am Montag berichtet, fordert China Zugang zum technischen Know-how der Magnetschnellbahn. Dazu sei das Konsortium wohl mittlerweile auch bereit, berichtet die Zeitung unter Berufung auf den Leiter des China-Geschäfts der ThyssenKrupp AG.

Im Gegenzug hofften Siemens und ThyssenKrupp auf eine flächendeckende Einbindung des Transrapid in das künftige Hochgeschwindigkeitsnetz der Volksrepublik. Jedoch hätten chinesische Zeitungen in den vergangenen Tagen berichtet, der Premier Zhu habe dem Präsidenten der chinesisch-japanischen Freundschaftsvereinigung die Erlaubnis erteilt, nach Japan zu reisen, um dort Gespräche über den Ausbau der 1.300 km langen Schnellstrecke Peking-Shanghai zu führen. Gegenstand der Verhandlungen solle dabei der japanische Schnellzug Schinkansen sein, dem bisher in China gegenüber dem Transrapid weniger Chancen eingeräumt wurden. (APA/vwd)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.