Präsident Fox betont Mexikos wirtschaftliche Stabilität

2. September 2002, 08:05
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Inflation habe sich seit Amtsantritt halbiert

Mexiko - Mexikos Präsident Vicente Fox hat die wirtschaftliche Stabilität seines Landes hervorgehoben. Während andere Länder Lateinamerika unter schweren Finanzkrisen litten, weise Mexiko die höchsten Devisenreserven seiner Geschichte auf, sagte Fox am Sonntag (Ortszeit) in seinem jährlichen Bericht zur Lage der Nation. Seit seinem Amtsantritt vor knapp zwei Jahren habe sich die Inflation halbiert, und das Pro-Kopf-Einkommen der Mexikaner sei um zwölf Prozent gestiegen. Seine Regierung habe außerdem eine wirtschaftspolitische Wende von einem "extremen Liberalismus" hin zu einem "ökonomischen Humanismus" vollzogen, sagte Fox.

Fox hatte vor zwei Jahren als erster Oppositionspolitiker in Mexiko eine Präsidentenwahl gewonnen und die mehr als 70-jährige Alleinherrschaft der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) beendet. Als besonderen Erfolg seiner bisherigen Amtszeit hob Fox am Sonntag den Kampf gegen die organisierte Kriminalität hervor. Unter seiner Regierung seien 14.000 Drogenkriminelle festgenommen und 20 Entführerbanden zerschlagen worden. "Wir sind auf dem Weg zu einem sich festigenden Rechtsstaat", sagte Fox.

Fox rief außerdem die Oppositionsparteien auf, mit Blick auf die Zwischenwahlen im nächsten Jahr keine gegen seine Reformen gerichtete Blockadepolitik zu betreiben. "Die Wahlen 2003 müssen die Wahlen der Verantwortlichkeit werden", sagte Fox. Fox hatte bei den Präsidenten- und Parlamentswahlen im Juli 2000 keine parlamentarische Mehrheit gewonnen, was ihm das Regieren erschwert. Im Juli nächsten Jahres wird das Abgeordnetenhaus neu gewählt. (APA/dpa)

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