Syrien fordert Geschlossenheit gegen US-Drohungen gegen den Irak

2. September 2002, 08:02
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Ablehnung militärischer Gewalt zum Sturz von Saddam Hussein

Damaskus - Angesichts der Überlegungen der USA für einen Krieg gegen Irak hat Syrien arabische und moslemische Staaten zur Geschlossenheit aufgerufen. Der syrische Präsident Bashar Assad bekräftigte bei einem Besuch am Sonntag im Iran die Ablehnung seines Landes gegen Überlegungen der US-Regierung, den irakischen Präsidenten Saddam Hussein notfalls mit militärischer Gewalt zu stürzen.

Nach einer Meldung der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA forderte Assad "eine größere Geschlossenheit und Solidarität unter arabischen und moslemischen Staaten angesichts der amerikanischen Drohungen gegen die Region". In "ausländischen Kreisen" gebe es Verschwörungen gegen die Staaten in der Region, denen diese begegnen müssten. Assad war zuvor in Damaskus mit einem ranghohen Vertreter des iranischen Außenministeriums zusammengekommen.

Syrien und Iran, beide ehemalige Feinde Iraks, lehnen einen US-Angriff auf Irak strikt ab. Sie befürchten, nach einem solchen Angriff sie selbst zum Ziel der USA werden zu können. Die US-Regierung wirft Syrien, Iran und Irak vor, Terrorismus zu unterstützen. US-Präsident George W. Bush hat Irak zusammen mit Iran und Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichnet, die nicht nur Terroristen unterstütze, sondern auch nach Massenvernichtungswaffen strebe. Alle drei Staaten haben die Vorwürfe zurückgewiesen. (APA/Reuters)

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