Powell strebt keine zweite Amtszeit an

1. September 2002, 20:38
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US-Außenminister zunehmend frustriert über Bush-Administration

Washington - US-Außenminister Colin Powell strebt auch im Falle eines erneuten Wahlsieges von Präsident George W. Bush kein zweites Mandat an. Der als moderat geltende Außenminister sei zunehmend "frustriert" über die Hardliner in der Regierung Bush, berichtet das "Time Magazin" am Sonntag aus seiner jüngsten Ausgabe unter Berufung auf Mitarbeiter des Außenministers. Powell habe "unermessliche" Dienste geleistet, sagte ein Vertrauter Powells. "Aber das reicht." Bushs Amtszeit endet im Jänner 2005.

Nur ein "großer Erfolg" im Nahost-Konflikt könnte Powell dem Bericht zufolge dazu veranlassen, seine Entscheidung zu überdenken. Ein Rückzug aus der Politik wäre aber endgültig: Der Außenminister habe keine Ambitionen auf das Präsidentenamt, hieß es. Powell wird von den Hardlinern in der Administration seit Monaten immer mehr an den Rand gedrängt und scheint auch nur geringen Einfluss auf den Präsidenten zu haben. Im Gegensatz zu anderen führenden Regierungsvertretern steht er auch einem Alleingang gegen den Irak sehr skeptisch gegenüber. (APA/AFP)

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