Biotechbranche wieder im Kommen

1. September 2002, 19:15
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Marktpotenzial lässt größten europäischen Anleger auf hohe Renditen setzen

Wien - Die Schweizer Firma BBBiotech ist der größte europäische Anleger in Biotechaktien, hat den Medizin-Nobelpreisträger David Baltimore unter ihren Aufsichtsräten und investiert derzeit rund zwei Mrd. Schweizer Franken (1,36 Mrd. Euro) in Biotechunternehmen weltweit: Das Unternehmen verspricht seinen Anlegern eine jährliche Rendite von langfristig 15 Prozent, sagt der Sprecher des Unternehmens, Edwin van der Geest. Investiert wird vor allem in Biotechunternehmen, da diese gute Wachstumschancen böten. So seien derzeit lediglich 30 Prozent aller Krankheiten therapierbar, der Rest biete ein breites Investitionsfeld.

Das seit 1993 bestehende und an der Zürcher, mittlerweile auch an der Frankfurter und Mailänder Börse notierte Unternehmen hat rund 50 Prozent seiner Anleger unter den so genannten kleinen: In Österreich haben große institutionelle Kunden schätzungsweise 40 Mio. Euro in dem Unternehmen investiert.

"Wir sind kein Fonds"

Schon bald möchte das international zusammengefügte Biotechinvestmentunternehmen mehr Privatanleger hierzulande ansprechen. Die Philosophie dahinter: "Wir sind kein Fonds. Wir verlangen auch keine Gebühren von 1,5 bis zwei Prozent. Bei uns gibt es Fixgebühren von 0,4 Prozent. Steigt die Aktie überdurchschnittlich, verlangen wir auch drei Prozent, wir arbeiten erfolgsorientiert."

Trotzdem biete ein Investment in die BBBiotech-Aktie eine breite Diversifizierung in verschiedene Titel, so der Firmensprecher. Derzeit investiert BBBiotech zu 95 Prozent in US-Biotechunternehmen. 400 solcher Unternehmen sind weltweit an Börsen notiert, zehn Prozent davon schreiben Gewinne. In 65 Prozent dieser Gewinnbringer investiert BBBiotech. (este, DER STANDARD, Printausgabe 2.9.2002)

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