Bertelsmann will sich von BOL-Aktivitäten in Europa trennen

3. September 2002, 17:48
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Internet-Handel erfüllt Renditeerwartungen nicht

Der Medienkonzern Bertelsmann zieht sich weitgehend aus dem Internet-Handel mit Medienprodukten in Europa zurück und will sich dazu von Teilen des Internethändlers BOL trennen. Die Bertelsmann-Sparte DirectGroup prüfe Möglichkeiten, sich in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Schweden von dem Internethändler BOL zu trennen, teilte der Gütersloher Konzern am Dienstag mit. Die in den USA beheimateten Unternehmen BeMusic und barnes&nobel.com seien von den Veränderungen im E-Commerce-Bereich aber nicht betroffen. Der neue Bertelsmann-Chef Gunter Thielen hatte bereits angekündigt, die Internet-Aktivitäten des Konzerns zu überprüfen.

Nicht betroffen

An dem im Joint Venture betriebenen BOL-Geschäft in Italien und an BOL China hält die DirectGroup den weiteren Angaben zufolge fest. Beide Geschäfte seien vollständig in die jeweiligen lokalen Clubs integriert. Nicht betroffen von den Veränderungen sei das US-Geschäft BeMusic sowie die Beteiligung an barnesandnoble.com von 36,2 Prozent.

Profitabilität

Die Trennung von BOL begründete Ewald Walgenbach, CEO der DirectGroup, mit dem Ziel, den gesamten Unternehmensbereich in den Kernmärkten- und Kerngeschäften in die Profitabilität zu führen. Die nach der Integration von BOL in die lokalen Clubgeschäfte erhofften Synergieeffekte seien unter den Erwartungen geblieben. Als Handelsgeschäft werde BOL auf absehbare Zeit die geforderten Renditeerwartungen. (APA/Reuters)

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