Vietnam flüchtet vor Mekong-Hochwasser

2. September 2002, 15:30
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100.000 Familien mussten ihre Häuser verlassen - Situation bei Kambodscha besonders schlimm

Hanoi - Im Süden Vietnams waren am Wochenende mehrere hunderttausend Menschen auf der Flucht vor dem Hochwasser des Mekong- Flusses.

Insgesamt hätten 100.000 Familien in mehreren Provinzen ihre Häuser verlassen müssen, meldete die staatliche vietnamesische Nachrichtenagentur am Samstag. In den vergangenen vier Wochen seien durch die Fluten mindestens 16 Menschen umgekommen.

Besonders schwer betroffen ist den Angaben zufolge die Provinz An Giang an der Grenze zu Kambodscha, wo mindestens sechs Bewohner starben und tausende Häuser unter Wasser gesetzt wurden. 185 Notquartiere wurden eigens für Kinder eingerichtet.

Im vergangenen Jahr waren bei Überschwemmungen in Vietnam mehr als 300 Menschen getötet worden, etwa die Hälfte davon waren Kinder. Die kommunistische Regierung in Hanoi legte einen Hilfsfonds in Höhe von umgerechnet 33,6 Millionen Euro auf. (APA)

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    Mekong-Delta

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