Deutschland gedenkt des Beginns des Zweiten Weltkriegs

1. September 2002, 16:56
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Veranstaltungen im Zeichen eines möglichen US-Angriffs gegen den Irak

Bonn - In ganz Deutschland haben Bürger am Wochenende des Beginns des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 gedacht. Kleinere und größere Veranstaltungen fanden in allen Teilen des Landes statt. In Kassel legten am Sonntagmorgen mehrere Menschen einen Kranz am Mahnmal für die Opfer des Faschismus nieder, in Städten wie Braunschweig oder Dortmund gab es Mahngänge durch die Stadt. Im Mittelpunkt der Aktionen standen nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative in Bonn Proteste gegen einen möglichen US-Angriff auf Irak.

"Seit einem Jahr reagieren die USA und ihre Verbündeten auf die Herausforderung einer bis dahin unvorstellbaren Art von Terrorismus mit untauglichen Mitteln und drehen selbst an der Spirale der Gewalt", erklärte die Friedenskooperative. An den Aktionen, die von Mahnwachen über Gottesdienste zu Ausstellungen reichten, beteiligten sich Friedensgruppen, Gewerkschaften und Bürgerverbände.

Der Antikriegstag wird in Deutschland jedes Jahr am 1. September - dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen - begangen. Geschichtlich lassen sich die Bemühungen um einen Friedenstag bis Mitte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen; nach dem Zweiten Weltkrieg gab es den ersten Antikriegstag im Jahr 1957, als Reaktion auf den Beschluss zur allgemeinen Wehrpflicht im Jahr zuvor. (APA/AP)

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