Umfragen zeigen keine große Wirkung des TV-Duells Schröder-Stoiber

1. September 2002, 14:32
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70 Prozent fühlen sich "gar nicht beeinflusst" - Kein Fernsehduell vor hessischer Landtagswahl

München/Berlin - Das erste Fernsehduell zwischen dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinem Herausforderer Edmund Stoiber hat Umfragen zufolge keine gravierenden Wirkungen bei den Wählern gezeigt. Die Wahlbereitschaft ist dadurch nach einer am Wochenende veröffentlichten Emnid-Umfrage nicht gestiegen. Infratest dimap ermittelte, 70 Prozent der Bundesbürger ließen sich in ihrer Wahlentscheidung durch das Duell "gar nicht" beeinflussen.

Nach wie vor wollten rund 20 Prozent der Wahlberechtigten am 22. September nicht an die Urnen gehen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" über die Emnid-Umfrage. Davon sei besonders die SPD betroffen. Denn 17 Prozent derjenigen, die auf die Stimmabgabe verzichten wollten, hätten vor vier Jahren die Sozialdemokraten gewählt, nur sieben Prozent die Union.

Im Auftrag von "Welt am Sonntag" fragte Infratest dimap 960 Bürger, ob das Duell ihre Wahlentscheidung sehr stark, stark, wenig oder gar nicht beeinflusst habe. "Gar nicht" beeinflusst zeigten sich 73 Prozent der Ostdeutschen und 69 Prozent der Westdeutschen sowie 74 Prozent der Männer und 67 Prozent der Frauen. Keinen Einfluss gaben von den SPD-Anhängern 71 Prozent an, von den Unionsanhängern 65 Prozent, von den Grünen-Anhängern 75 Prozent und von den FDP-Anhängern 89 Prozent. (APA/AP)

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