Powell verlangt Veröffentlichung von Beweisen

1. September 2002, 14:29
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Nur so könnten Verbündete von der Notwendigkeit eines Eingreifens überzeugt werden

London - Die Verbündeten der USA brauchen nach Ansicht von US-Außenminister Colin Powell mehr Beweise für die vom Irak ausgehende Bedrohung. Nur damit könnten sie von der Notwendigkeit eines Eingreifens überzeugt werden. "Die internationale Gemeinschaft braucht eine Debatte, so dass sich jeder ein Urteil bilden kann", sagte Powell in einem am Sonntag teilweise vorab veröffentlichten Interview des britischen Fernsehsenders BBC.

"Der Welt müssen die Informationen, die nachrichtendienstlichen Erkenntnisse vorgelegt werden, die verfügbar sind", sagte der Außenminister. "Ich glaube, in der derzeitigen Debatte hat die Position der Vereinigten Staaten und die Debatte innerhalb unserer Regierung im Vergleich zu dem irakischen Regime zu große Aufmerksamkeit bekommen."

Powell erinnerte daran, dass auch US-Präsident George W. Bush eine Rückkehr der UN-Waffeninspektoren in den Irak wünsche: "Der Präsident hat klar gesagt, dass er glaubt, die Waffeninspektoren sollten zurückkehren." Das allein reiche aber nicht aus. Die Inspektoren allein seien noch keine Garantie dafür, dass die von den irakischen Massenvernichtungswaffen ausgehende Gefahr gebannt sei. (APA/dpa)

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