Srilankische Präsidentin hält an Rebellen-Verbot fest

1. September 2002, 13:09
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"LTTE-Verbot nicht vor Friedensgesprächen aufheben"

Colombo - Die srilankische Präsidentin Chandrika Kumaratunga hält ungeachtet der für Mitte des Monats geplanten Friedensgespräche an einem Verbot der Rebellenorganisation LTTE fest. Das vor viereinhalb Jahren verhängte Verbot werde nicht vor einem Erfolg der Gespräche aufgehoben, teilte die Präsidentin am Sonntag mit.

Regierungschef Ranil Wickremesinghe hatte sich dafür ausgesprochen, das Verbot zehn Tage vor Beginn der Verhandlungen auszusetzen und damit eine zentrale Forderung der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) zu erfüllen. Die erste Runde der formellen Friedensgespräche soll am 16. September unter norwegischer Vermittlung in Thailand beginnen.

In dem seit 30 Jahren andauernden Konflikt zwischen der singhalesischen Bevölkerungsmehrheit und der Tamilen-Minderheit kamen bisher mehr als 60.000 Menschen ums Leben. Unter Osloer Vermittlung vereinbarten die Konfliktparteien im Februar einen Waffenstillstand. Norwegen hat seit drei Jahren die Schirmherrschaft über die Verhandlungen zwischen Regierung und LTTE. (APA)

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