Gaddafi meldet Festnahme von El-Kaida-Verdächtigen

1. September 2002, 13:04
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Libyen warnt USA vor Angriff auf Irak

Kairo - Der libysche Staatschef Muammar Gaddafi hat am Samstag in einer Rede zum Jahrestag seines Putsches von 1969 die Festnahme von mutmaßlichen Mitglieder der El-Kaida-Organisation gemeldet. Sein Land wolle nicht länger zu den Außenseitern in der internationalen Politik gehören und sich künftig in seiner Politik auch in den Beziehungen zu den USA und Israel an der Afrikanischen Union orientieren, erklärte Gaddafi.

Bei den Festgenommenen handele es sich um moslemische Fundamentalisten und Kämpfer aus Afghanistan, erklärte der libysche Staatschef. Sie würden genauso behandelt, wie die USA ihre Gefangenen aus Afghanistan in Guantanamo auf Kuba behandelten. Gaddafi hatte auch zuvor schon angekündigt, im Krieg gegen den Terrorismus zu kooperieren, die mögliche Festnahme von Personen, die in Verdacht stehen, mit der El Kaida in Verbindung zu stehen, erwähnte er aber nie.

In seiner Rede vor mehreren tausend Menschen in der Wüstenstadt Sibha warnte Gaddafi die USA aber vor einem Angriff auf Irak und dem Sturz Saddam Husseins. Die Amerikaner und Briten müssten verstehen, dass Saddam Hussein besser für sie sei als das Chaos, das nach seinem Sturz entstehen werde. Es sei ein "starkes Regime" in Irak, dass eine Ausbreitung des islamischen Extremismus nicht zulassen werde. Zudem wäre ein Angriff auf Irak ein Schub für Osama bin Laden, der damit eine Rechtfertigung für seine Angriffe auf Amerikaner erhalten würde. (APA)

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