US-Blitzsiege in New York

1. September 2002, 18:19
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Agassi Capriati und Venus Williams verloren insgesamt nur 12 Games - Lleyton Hewitt musste gegen James Blake über fünf Sätze

New York - Während Andre Agassi, Venus Williams und Jennifer Capriati am Samstag mit Blitzsiegen ins US-Open-Achtelfinale einzogen, hatte Titelverteidiger und Topfavorit Lleyton Hewitt große Mühe. Der 21-jährige Australier stand gegen den starken US-Amerikaner James Blake 3:34 Stunden auf dem Platz, ehe er als 6:7,6:3,6:4,3:6,6:3-Sieger von diesem ging. Williams ließ hingegen Schett-Bezwingerin Martina Müller lediglich drei Games, Capriati ihrer Landsfrau Meghann Shaugnessy vier und Agassi Ramon Delgado nur fünf.

Hewitt benötigte fünf Sätze

"Ich habe gewusst, dass es ein verdammt hartes Match werden würde", meinte Hewitt, der den Fünf-Satz-Thriller mit einem Ass beendete. Er sei mit einer Art Daviscup-Einstellung hinaus gegangen und das habe geholfen. Hewitt, der übrigens ziemlich verkühlt ist und auch im Vorjahr in New York gegen Blake über fünf Sätze hatte gehen müssen, hat in diesem Match mehr Games abgegeben, als Agassi in bisher drei Runden. Erst 16 Spielverluste hat der in Topform agierende zweifache US-Open-Sieger zugelassen. "Ich kann mich nicht beschweren, ich fühle mich gut", sagte Agassi, der nun auf seinen Landsmann Jan-Michael Gambill, der in Runde eins von der Aufgabe von Julian Knowle profitierte, trifft. Aufgeben musste auch Marcelo Rios gegen Jiri Novak wegen einer Knieverletzung.

V.Williams auf dem Weg zum dritten Titel

Venus Williams liegt hingegen weiter auf Kurs. Sie hofft auf den dritten Titel in New York en suite und da durfte eine Martina Müller natürlich kein Stolperstein sein. "Es ist noch ein weiter Weg zum Finale, aber es kommt näher und das ist gut", stellte Venus fest. Sie hat bisher erst sechs Games abgegeben, doch der erste echte Test wartet nun im Achtelfinale auf sie: Mit der wieder erstarkten Chanda Rubin (USA) wird sie kein so leichtes Spiel haben. Australian-Open-Siegerin Jennifer Capriati bot bisher ebenfalls eine überzeugende Leistung, auch Amy Frazier, die mit Magdalena Malejewa die Nummer 16 ausschaltete, wird ihr nicht wirklich gefährlich werden können.

Seles mit Mühe gegen Cho Yoon-Jeong

Alles andere als überzeugend präsentierte sich Schwartz-Bezwingerin Monica Seles, die der Südkoreanerin erstaunlich viel Zeit widmen musste beim 6:1,5:7,6:3. Lleyton Hewitt und seine Freundin Kim Clijsters dürften wohl eher müde Gespräche geführt haben, nach diesem Tag: Auch die Belgierin musste sich ordentlich plagen. Sie rang die 17-jährige Russin Vera Zwonarewa nach schwachem Start mit 1:6,7:5,6:4 nieder. Mit Amelie Mauresmo hat sie nun einen weiteren schweren Prüfstein vor sich.(APA/Reuters)

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    Jennifer Capriati hatte gegen ihre Landsfrau Meghann Shaugnessy wenig Mühe

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