Eichel weist Medienberichte über höheres Defizit zurück

2. September 2002, 07:40
6 Postings

"Diese Debatte gibt es gar nicht"

Berlin - Der deutsche Finanzminister Hans Eichel (SPD) hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach das deutsche Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf bis zu 3,5 Prozent anwachsen könnte. Eichel verneinte am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen" am Sonntagabend, auf die Frage, ob dieses Defizit zu erwarten sei. "Reden Sie doch mal mit dem im Brüssel zuständigen Kommissar. Diese Debatte gibt es gar nicht. Die wird hier hochgezogen", fügte er hinzu.

Das Magazin "Der Spiegel" berichtet in seiner neuesten Ausgabe, Eichel sei von Beamten seines Ministeriums informiert worden, dass das Defizit von Bund, Ländern und Gemeinden 2002 auf bis zu 3,5 Prozent anwachsen könne. Die Kalkulation sei noch vor dem Hochwasser aufgestellt worden, das den Bund zusätzlich belaste.

Das Magazin "Focus" und die Zeitung "Die Welt" berichteten, die Bundesrepublik habe im ersten Halbjahr ein Defizit von 36,29 Milliarden Euro angehäuft, was 3,5 Prozent entspräche. Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums hatte zu den Berichten am Wochenende gesagt: "Es gibt noch keine belastbaren Daten." (APA/Reuters)

Share if you care.