Blair: Kein Alleingang der USA

1. September 2002, 09:59
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London empfiehlt Ultimatum zur Rückkehr der UNO-Waffeninspektoren

London - Der britische Premier Tony Blair hat den Vereinigten Staaten einem Zeitungsbericht zufolge von einem Alleingang gegen den Irak abgeraten. Blair habe Washington empfohlen, vor einer möglichen Militäraktion Bagdad ein Ultimatum zur Rückkehr der UNO-Waffeninspektoren zu stellen, berichtete die britische Sonntagszeitung "Sunday Times". Der britische Regierungschef habe in einem Gespräch mit US-Präsident George W. Bush zudem herausgestellt, dass zur Absicherung einer möglichen Intervention eine UNO-Resolution wünschenswert sei.

In der aktuellen Ausgabe des "Sunday Telegraph" hieß es unterdessen, Bush und Blair seien sich bei einem Telefonat am Donnerstag darin einig gewesen, dass für einen Angriff auf Bagdad eine solche Resolution nicht notwendig sei. Großbritannien gilt als engster US-Verbündeter im Falle eines Angriffs auf Irak. In anderen EU-Staaten wie Deutschland waren die US-Drohungen gegenüber Bagdad auf Kritik gestoßen. Die EU-Außenminister konnten sich am Samstag im dänischen Helsingor zu keiner gemeinsamen Position durchringen. (APA/AFP)

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