Neue WHO-Studie zu Mobiltelefonen initiiert

2. September 2002, 13:14
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Generaldirektorin rät zur Vorsicht

Johannesburg - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lässt untersuchen, ob Mobiltelefone ein Gesundheitsrisiko sind. Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag beim Weltgipfel in Johannesburg, die Studien seien umfangreicher als die bisherigen. Diese hätten keinen Zusammenhang zwischen der Bestrahlung mit elektromagnetischen Wellen und der Entstehung von Tumoren ergeben. "Aber wir machen größere Untersuchungen. Sie sind noch nicht abgeschlossen", sagte Brundtland, die persönlich von Problemen beim Umgang mit Mobiltelefonen spricht: Sie lösen bei ihr demnach Kopfschmerzen aus, auch wenn sie in zwei, drei Metern Entfernung betrieben werden.

Die frühere norwegische Ministerpräsidentin und ausgewiesene Umweltexpertin rät aber allgemein zur Zurückhaltung im Umgang mit Funktelefonen. "Ich wäre vorsichtig. Es gibt keinen Grund, sie öfter zu benutzen als unbedingt nötig, oder Kinder mit ihnen Stunden lang telefonieren zu lassen. Wir wissen nicht, ob das ungefährlich ist." (APA/Reuters)

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