Bombenanschläge in Nepal

2. September 2002, 16:22
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Mutmaßliche Maoisten greifen Autohaus in Kathmandu an

Kathmandu - Mutmaßliche Maoisten haben in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu wieder zwei Bomben gezündet und Sachschaden angerichtet. Sie verwüsteten am Sonntag den Ausstellungsraum eines Autohändlers und zahlreiche Fahrzeuge. Außerdem zündeten sie eine Bombe vor einem staatlichen Salzhandelsbüro. Das teilte die Polizei mit.

Eine Gruppe bewaffneter Männer drang den Angaben zufolge in die Ausstellungshalle eines Gebrauchtwagenhändlers in Kathmandu ein und beschädigten mindestens 24 Autos. Außerdem ließen sie nach Angaben von Augenzeugen einen Sprengsatz zurück, den Wachleute auf die Straße warfen, wo er explodierte.

Ministerpräsident Scher Bahadur Deuba brach nach einer Meldung der amtlichen nepalesischen Nachrichtenagentur seine Auslandsreise ab. Deuba wollte im Anschluss an Besuche in mehreren europäischen Staaten noch am Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung nach Johannesburg teilnehmen.

Die Maoisten kämpfen seit sechs Jahren für die Abschaffung der Monarchie und die Errichtung eines kommunistischen Regimes in Nepal. Bisher sind 5000 Menschen ums Leben gekommen. In den vergangenen Tagen explodierten insgesamt fünf Bomben. (APA)

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