Beach-Volley-EM: Berger/Doppler Vierte

2. September 2002, 16:06
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Norweger Duo verhinderte erneut einen Medaillen-Erfolg

Basel - Die Österreicher Nik Berger und Clemens Doppler haben bei den Beach-Volleyball-Europameisterschaften in Basel eine Medaille verpasst. Das ÖVV-Duo verlor am Sonntag das Spiel um Platz drei gegen die Norweger Jorre Andre Kjemperud/Vegaard Hojdalen 0:2 (-15,10), nachdem die auf Position zwei eingestufte Paarung am Vormittag im Semifinale den topgesetzten Schweizern Paul und Martin Laciga 0:2 (-16,-20) unterlegen war. Gold holten die Deutschen Markus Dieckmann/Jonas Reckermann durch ein 2:0 gegen die Lacigas.

Norsker bleiben EM-Trauma

Für Berger/Doppler ist dieser vierte Platz besonders ärgerlich, waren sie doch schon davor jeweils ein Mal EM-Vierter gewesen. Berger verlor 1999 in Mallorca mit Oliver Stamm das Spiel um Bronze gegen die Norweger Maaseide/Kvalheim 16:17 (alte Zählweise). Im Vorjahr zog Doppler in Jesolo mit Peter Gartmayer auch gegen Kjemperud/Hojdalen 0:2 den Kürzeren, nachdem sie den Norskern schon in Runde vier unterlegen waren. Norwegens Paare sind also spätestens seit Sonntag für Österreichs Beach-Volleyballer zum EM-Trauma geworden.

Diesmal war gegen die WM-Dritten kein Kraut gewachsen, zumindest nicht für Berger/Doppler. Zu schwach waren ihre Leistungen am Finaltag, wie auch Berger zugab: "Es hat nichts funktioniert. Schon gegen die Lacis haben wir nicht gut harmoniert. Unsere sonstigen Stärken, das Side-Out und das Service, haben ganz und gar nicht geklappt. Außerdem war Hojdalen am Block eine Macht. Aber es gibt solche Tage." Gegen die Lacigas hatten Berger/Doppler zumindest zu Beginn der Sätze geführt, gegen die Skandinavier nicht einmal das.

"Sauschlecht gespielt"

Doppler wusste, warum. "Wir haben sauschlecht gespielt und der Norweger sind routiniert genug, um diese Fehler auszunutzen und das Spiel trocken und eiskalt heimzuspielen", meinte der Oberösterreicher. Ähnlich dachte Coach Marco Solustri: "Es wäre vermessen gewesen, wenn wir in unserer ersten Saison vom EM-Titel oder einer Medaille reden. Doch wir hatten gegen die Norweger die Chance, haben das Spiel im Kopf zu früh aufgegeben. Wir werden aber stärker zurückkommen und diese wichtigen Partien nicht herschenken."

Besser mit den Lacigas kommen Dieckmann/Reckermann zurecht. Im auf hohem Niveau gespielten Finale feierten sie ihren heuer vierten Sieg gegen die Ex-Europameister, für die wie im Vorjahr im Endspiel Endstation war. Auch in Basel-Runde vier hatten sich die Deutschen durchgesetzt. Beim 27:25 im ersten Final-Satz wehrten sich die Eidgenossen gegen ihre Angstgegner, der zweite Satz war aber eine klare Sache (21:12). Damit sind die Europameister erstmals seit 1997 nicht Schweizer. Weiter geht es mit der World Tour auf Mallorca.(APA)

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    Der Oesterreicher Clemens Doppler in Aktion beim Halbfinalspiel zusammen mit seinem Teamkollegen Niklas Berger gegen die Schweizer Brueder Paul und Martin Laciga

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