Soforthilfe für beschädigte deutsche Kulturstätten

Redaktion, 27. August 2002 13:44

Bund stellt fünf Millionen Euro zur Verfügung

Dresden - Der Bund stellt nach Angaben des deutschen Kulturstaatsministers Julian Nida-Rümelin fünf Millionen Euro Soforthilfe für die durch Hochwasser geschädigten Kultureinrichtungen in Deutschland zur Verfügung. Mit der Soforthilfe aus seinem Etat und der Kulturstiftung des Bundes sollten erste Rettungsarbeiten unter anderem an der Dresdner Semperoper finanziert werden, kündigte Nida-Rümelin am Dienstag in Dresden an. Mittelfristig werde der Bund darüber hinaus betroffene Kultureinrichtungen mit 100 Millionen Euro unterstützen.

Dieses Geld werde zum Großteil allerdings erst Anfang 2003 zur Verfügung stehen. Nida-Rümelin hatte sich am Vormittag in dem zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Wörlitzer Park (Sachsen-Anhalt) sowie in Dresden (Sachsen) einen Überblick über das Ausmaß der Schäden verschafft. Die Zerstörungen seien erschreckend, sagte er. Länder und Kommunen könnten den Wiederaufbau nicht allein schaffen. "In Zeiten großer emotionaler Erschütterung spielt die Kultur eine wichtige Rolle." Die Mehrzahl der Mittel wird nach seinen Angaben nach Sachsen und dort wiederum nach Dresden gehen, weil dort die Schäden am größten seien. Hilfen werde es je nach Bedarf aber auch für flutgeschädigte Einrichtungen in den anderen deutschen Bundesländern geben. Eine genaue Aufschlüsselung sei derzeit aber noch nicht möglich.

Sachsens Kunstminister Matthias Rößler (CDU) sagte, es werde mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden gearbeitet. Ziel sei es, bereits am Jahresende in Dresden wieder Normalität zu haben. Das extreme Hochwasser der Elbe hatte unter anderem zu erheblichen Schäden an zahlreichen Barockbauten in der historischen Dresdner Altstadt geführt. In der Folge mussten unter anderem die Semperoper, die Gemäldegalerie "Alte Meister" im Zwinger sowie das Schloss Pillnitz bis auf weiteres geschlossen werden. Die beweglichen Kunstschätze waren aber noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden.

(APA)

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