Küssen, Verbeugen oder Händeschütteln?

26. September 2002, 18:22
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Wie war das noch? - "Faux-Pas" im Umgang mit Angehörigen anderer Kulturen können mitunter weitreichende Folgen haben - Ein Studiengang hilft daher Führungskräften "Interkulturelle Kompetenzen" zu gewinnen

Krems - Heute Bangkok, übermorgen Moskau und nächste Woche Istanbul. Für Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik sind häufige und weite Reisen über die kulturellen Grenzen Mitteleuropas hinaus gang und gebe. Aber auch Menschen die leitende Funktionen in Tourismus- und Konferenzmanagement, Kultur, Medien oder auch der Verwaltung innehaben, haben in Zeiten von Globalisierung und bevorstehender EU-Osterweiterung viel mit Menschen anderer Kulturkreise zu tun. Wer von Ihnen keine Kompetenzen im internationalen und interkulturellen Bereich mitbringt, sollte dies schnellstens nachholen, ja sogar zum Experten/in in diesem Gebiet werden.

Auf fremde Umgebungen einstellen können

Ein postgradualer Studiengang an der Donau-Universität Krems hat es sich zur Aufgabe gemacht Führungskräfte der verschiedensten Berufsgruppen professionell auf ihre Tätigkeiten im Ausland und den Umgang mit Angehörigen anderer Kulturen vorzubereiten. "In Zukunft werden sich immer mehr Menschen auf eine fremde Umgebung einstellen und darin verantwortungsvoll handeln müssen. Und dies in immer kürzerer Zeit", begründet die Lehrgangs-Koordinatorin Christiane Hartnack die Notwendigkeit interkultureller Kompetenzen. Der Studiengang "Interkulturelle Kompetenzen", der mit dem akademischen Grad "Master of Arts" (MA) abschließt startet Anfang Dezember.

Keine starren Verhaltensregeln

"Auch an den Arbeitsplätzen im Inland werden interkulturell zusammengesetzte Teams neue Herausforderungen für Führungskräfte und Mitarbeiter/innen beinhalten", ergänzt Hartnack. Aber starre Verhaltensmuster wolle man nicht vermitteln - vielmehr die Entwicklung von Kompetenzen fördern. "Die Zeiten, in denen man mit einigen Verhaltensregeln im Gepäck ins Flugzeug steigen und mit einem guten Geschäftsabschluss rechnen konnte, sind spätestens seit dem 11. September 2001 vorüber", so Hartnack. Angesagt seien vielmehr Kompetenzen im internationalen und interkulturellen Organisations- und Krisenmanagement. Darüberhinaus seien Kenntnisse der jeweiligen religiösen, politischen, ethnischen und kulturellen Rahmenbedingungen absolut wichtig.

Interkulturelle Sensibilität entwickeln

Eine Auslandstätigkeit stelle für jede/n Einzelne/n eine extreme persönliche Belastung dar. Es sei daher auch wichtig, die eigenen Persönlichkeitspotenziale zu entwickeln. Der Studiengang will in diesem Sinne vor allem interkulturelle Sensibilität und Kommunikationsfähigkeit vermitteln. - Gut gerüstet wird die nächste interkulturellen Begegnung ein unverkrampftes und erfolgsversprechendes Zusammentreffen.
(red: kafe)

Studiengang "Interkulturelle Kompetenzen"

Dauer: vier Semester, berufsbegleitend in Seminarblöcken, jeweils von Do - So

Inhalt: zehn Module, ein Praxisprojekt und das Verfassen einer Master-These.

Spezialisierung: Wahlmodule "Leben und Arbeiten in islamischen Gesellschaften", "Frauen in internationalen Organisationen" "Internationaler Tourismus" und "Interkulturelles Konfliktmanagement".

Unterrichts-Sprachen: Deutsch und Englisch

Kursort: Kitzbühel, Universitätszentrum der Donau-Universität Krems

Gebühren: insgesamt 10.000,- Euro
Stipendien und Finanzierungshilfen in begrenzter Anzahl

Start: 5. bis 8. Dezember 2002

Link

Abteilung für Kultur-Wissenschaften



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