Franco Zeffirelli boykottiert

5. September 2002, 17:44
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Seine "Callas Forever" passe nicht zu diesem Festival: "Da werden ja nur noch iranische und indische Filme gezeigt"

Rom - Der italienische Film und Theaterregisseur Franco Zeffirelli wird mit seinem "Callas Forever" das Filmfestival von Venedig boykottieren, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

"Ich gehe nicht nach Venedig, weil mein Film nicht zu diesem Festival passt", wird der 79-jährige, dessen Sympathien für die Rechtsaußen von Gianfranco Finis Alleanza Nazionale kein Geheimnis sind, zitiert: "da werden ja nur noch iranische und indische Filme gezeigt."

Seinen neuestes Werk, eine "Hommage an die Operndiva Maria Callas" mit Fanny Ardant in der Hauptrolle wird daher am 16. September, dem 25. Todestag der Sopranistin, in Paris Premiere feiern - ganau eine Woche nach dem Festival.

Nun, die Medienpräsenz ist bei einer Pariser Premiere jedenfalls kalkulierbarer als bei einem Festival-Screening, wo der Film leicht in doppletem Wortsinn alt aussehen könnte. Ein "Boykott" würde zudem bedingen, dass er davor zum Festival eingeladen worden wäre. Wovon freilich nichts bekannt ist. (APA/dpa/hcl)

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