"Mr. Deeds": Ein Landei, das mit Eiern wirft

27. Juli 2004, 16:13
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Kein gelungenes Klassiker-Remake: "Mr. Deeds" rund um US-Komödiant Adam Sandler

Wer erwartet, dass das Remake von Mr. Deeds Goes to Town, mit dem Frank Capra in den 30er-Jahren Roosevelts New Deal mit fast märchenhaftem Zweckoptimismus bedachte, nunmehr auf entsprechende Weise die Krise der New Economy kommentiert, der sei hiermit gewarnt: Bei Mr. Deeds handelt es sich schließlich um ein Adam-Sandler-Vehikel.

Und Adam-Sandler-Filme tendieren dazu, einfach nur blöd zu sein - in diesem Fall sogar derart blöde, dass man manchen Witz schon gar nicht mehr versteht. Zwar erbt auch hier Landei Longfellow Deeds die Milliarden eines exzentrischen Verwandten und begibt sich dafür nach New York, um dort von gewissenlosen Anwälten wie auch arroganten Großstädtern ausgebeutet zu werden.

Aber dieser Deeds verkörpert weniger die Tugenden der Kleinstadt, er ist vielmehr ein Trottel, der peinliche Situationen in Serie produziert: Er lässt sich von seinem Diener (John Turturro) seinen abgestorbenen Fuß foltern, wirft mit dem Tennis-Choleriker John McEnroe Eier auf Autos oder lässt sich von einer dämlichen Journalistin (Winona Ryder) betören.

Lustig? Leider nicht. Spenden Sie Ihr Geld lieber. (DER STANDARD, Printausgabe, 16.8.2002)

Von
Dominik Kamalzadeh

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mr-deeds.de

sony.com/mrdeeds

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