Die besten Mitarbeiter gehen zuerst

3. Oktober 2002, 18:41
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Die Unternehmensberatung Kienbaum hat 67 große Konzerne im deutschsprachigen Raum zum Thema Mitarbeiterbindung befragt

In der Regel sind es die besten Mitarbeiter, die einen wirtschaftlich angeschlagenen Arbeitgeber zuerst verlassen. Gerade ihr Wissen und ihre Erfahrung könnten aber zu einer raschen Überwindung der Krise beitragen.

Die Unternehmensberatung Kienbaum hat 67 große Konzerne im deutschsprachigen Raum zum Thema Mitarbeiterbindung - auf Neudeutsch "Retention" - befragt. Die Ergebnisse präsentieren die Consulter in ihrer aktuellen Vergütungsstudie "Führungskräfte in Österreich".

"Knapp 70 Prozent der Unternehmen, allen voran die großen Konzerne, ergreifen Maßnahmen, um ihre Schlüsselkräfte an sich zu binden", berichtet Conrad Pramböck, Projektleiter der Studie. Viele Unternehmen identifizieren zunächst jene Mitarbeiter, die das Retentionprogramm umfassen soll. Zu diesen zählen insbesondere Führungskräfte, hervorragende Verkäufer oder IT-Experten.

Finanzielle Anreize, etwa ein attraktives, leistungsbezogenes Gehalt oder Stock-Options, gelten als besonders geeignet, Mitarbeiter längerfristig zu binden. Doch für große Gehaltssprünge steht in Krisenzeiten nur selten Geld zur Verfügung. Bloß zwölf Prozent der Unternehmen haben für Retentionmaßnahmen ein eigenes Budget. Umso wichtiger werden immaterielle Faktoren: "Besonders positiv wirken sich das Führen von Mitarbeitergesprächen und die Transparenz der Karrierewege aus", erläutert Pramböck die häufigsten Antworten der Unternehmen. (red)

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