Rapid besiegt den LASK 3:0

29. Juni 2000, 17:50

Die Linzer verloren auch noch Libero Grassler durch Ausschluss

Wien - Rapid hat nach dem Cup-K.O. vor den Augen von Teamchef Otto Baric wieder auf die Straße des Erfolges zurück gefunden. Drei Tage nach der Blamage auswärts gegen ATSV Ranshofen schlug der Rekordmeister am Freitag Abend zum Auftakt der 18. Runde in der Fußball-max.Bundesliga daheim den LASK durch zwei Tore von Rene Wagner und einem Treffer von Penksa 3:0 (1:0) und kam in der Tabelle bis auf einen Punkt an Spitzenreiter FC Tirol heran. Die Innsbrucker spielen erst am Sonntag (16.30 Uhr/ORF 1 live) vor eigenem Publikum gegen den SV Salzburg.

"In Oberösterreich haben wir unsympathisch gespielt. Heute hat die Mannschaft versucht, sich zu rehabilitieren", meinte Ernst Dokupil zufrieden. Der Hütteldorfer Sportdirektor wird übrigens am Wochenende den Helsingborg-Stürmer Arid Stavrum im Heimspiel gegen IFK Göteborg beobachten. Im UEFA-Cup-Heimspiel gegen den AC Parma wird dann noch einmal Trainer Heribert Weber den 27-jährigen, ablösefreien Norweger unter die Lupe nehmen. Dazu Dokupil: "Aber im Prinzip sind wir mit dem Spieler schon einig."

Zurück zum LASK-Spiel. Die Grünweißen, die für Ranshofen eine Geldstrafe von je 20.000 S ausgefasst hatten, machten ohne Savicevic von Beginn an Druck, taten sich aber gegen die gut stehende Abwehr der Athletiker, die die Räume eng machte, lange recht schwer. Ein Schießwald-Schuss (10.) ging über die Latte, ein Heraf-Kopfball (11.) landete in den Armen von Pavlovic, Wimmer (13.) beförderte einen Abpraller in die Tribünen und scheiterte mit einem Schuss (17.) an dem LASK-Keeper.

Nach rund zwanzig Minuten kamen die Gäste aus der Defensive, aber Panis (25.) und Milinovic (27.) vermochten Maier nicht zu bezwingen. Ausgerechnet in dieser Phase gelang Rapid dann das 1:0: Wetl gab zu Dowe, dessen Flanke R. Wagner in der 31. Minute mit einem Kopfball- Aufsetzer via Stange ins Netz beförderte. Danach hatte Rapid Glück, als Zingler nach einem Brenner-Pass im Zweikampf mit Stumpf den Ball an seinem heraustürzenden Keeper und am eigenen Tor vorbei rollte.

Die erste LASK-Niederlage nach drei Siegen in Serie war dann in der 56. Minute besiegelt. Referee Meßner zeigte nach einem Handspiel von Grassler auf den Elferpunkt und Wagner liess sich die Chance nicht nehmen. Der LASK-Libero, der schon vor der Pause die Gelbe Karte gesehen hatte, musste vorzeitig in die Kabine. Allerdings war die Elfer-Entscheidung fragwürdig, weil Grassler den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand berührt hatte.

Mit zehn Mann ging für die bemühten Oberösterreicher dann nichts mehr. Im Gegenteil, sie kassierten aus einer Standard-Situation sogar noch den dritten Treffer: Nach einem Freistoss von Dowe und einer Kopfball-Verlängerung von Schießwald schoss Penksa (73.) ein.


Rapid - LASK 3:0 (1:0). Wiener Hanappi-Stadion, 6.600 (richtig), Meßner

Torfolge: 1:0 (31.) R. Wagner (Kopfball) 2:0 (56.) R. Wagner (Handelfer) 3:0 (73.) Penksa

Rapid: Maier - Schöttel - Schießwald, Zingler - Wimmer (27. Saler), Dowe (87. Feitsch), Heraf, Lagonikakis, Wetl - Penksa, R. Wagner

LASK: Pavlovic (85. Wimleitner) - Grassler - Milinovic, Ba - Brenner, Bradaric (63. Muhr), Pichorner, Kauz, Panis, Jochum - Stumpf (72. Kiesenebner)

Gelbe Karten: Schöttel bzw. Jochum

Gelb-Rote Karte: Grassler (56./Handspiel)

(APA)

Share if you care.