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29. Oktober 2003, 11:17
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Kurze erklärende Einleitung: Dies war mal ein Artikel über Eisen-Produktion durch Quasare - Jetzt ist er das Basislager einer anhaltenden Foren-Diskussion um Gott (aus welchen Gründen auch immer ...). Der Artikeltext steht nur noch pro forma hier - die Debatte geht indessen weiter. Und Achtung: Die neuesten Beiträge stehen keineswegs immer obenauf - viele PosterInnen haken sich an Beiträgen mitten in der Schlange ein...

Garching/Bayern - Ungewöhnlich große Mengen von Eisen haben Wissenschafter vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in einem Quasar des frühen Universums festgestellt. Der Quasar APM 08279+5255, zum Zeitpunkt seiner Entdeckung als hellstes Objekt im Universum registriert, habe einen etwa drei Mal höheren Eisenanteil als unser Sonnensystem, sagte Norbert Schartel von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, der mit den Max-Planck-Forschern aus Garching bei München zusammenarbeitete.

Eisen und wie es entsteht

Das Erstaunliche an der Entdeckung: Der Quasar und damit das Eisen habe sich innerhalb von höchstens 1,5 Milliarden Jahren nach dem Urknall gebildet, erläuterte Schartel. Die Sonne dagegen entstand erst etwa neun Milliarden Jahre nach dem "Big Bang". Nach bisherigen Theorien entsteht Eisen durch die Kernfusion bei der Explosion ausgebrannter Sterne. Es kann sich dadurch aber nur langsam im Laufe der Jahrmilliarden im Universum angereichert haben.

Die Entdeckung der Wissenschafter bedeutet nach Angaben der Max-Planck-Gesellschaft, dass es entweder eine unbekannte, effizientere Art der Eisenproduktion im All gibt, oder dass das Universum zu dem Zeitpunkt, als der beobachtete Quasar sein Licht aussandte, bereits wesentlich älter war als bisher angenommen.

Unsere Sonne mal eine Billiarde

Der Quasar APM 08279+5255 strahlt über eine Billiarde Mal mehr Energie ab als unsere Sonne. Nur deshalb können Astronomen trotz seiner großen Entfernung noch intensive Strahlung von ihm auffangen. Den Quasar untersuchten die Garchinger Wissenschafter Günther Hasinger und Stefanie Komossa zusammen mit Schartel mit Hilfe des Röntgen-Satelliten XMM-Newton. Sie fanden heraus, dass die aus dem Zentrum des Quasars strömende Materie große Mengen Eisen enthält. Andere Elemente wie beispielsweise Sauerstoff machten sich dagegen kaum bemerkbar. (APA/dpa)

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