Warnung vor Nebenwirkungen von Schlankheitsmitteln

4. Juni 2002, 12:30
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AK-Konsumenten-SchützerInnen kritisieren fehlende Beratung in Apotheken

Wien - Dass in jeder zweiten Apotheke kaum über die Wirkung und unerwünschte Nebenwirkungen bei Schlankheitsmitteln beraten wird, ist für die AK-KonsumentenschützerInnen völlig unbefriedigend. Außerdem sind die Produkte dafür, was sie können und woraus sie bestehen, alle zu teuer. Bei regelmäßiger Einnahme können Kosten bis zu 100 Euro im Monat entstehen. Die AK fordert daher: Bessere und richtige Beratung in den Apotheken, Einführung von Qualitätssicherungssystemen, die eine ordentliche Beratung sicherstellen sowie bessere Kontrollen der überzogenen Werbung, die auf den ersten Blick das Blaue vom Himmel verspricht, was dann irgendwo im Kleingedruckten richtig gestellt wird. Die AK-KonsumentenschützerInnen raten: Schenken Sie der Werbung keinen Glauben, und verlangen Sie in der Apotheke eine entsprechende Beratung.

Überzogene Werbung

Zwei Drittel der Apotheken werben in den Auslagen oder im Geschäft mit plakativen und unhaltbaren Aussagen (zB "damit schafft´s jede Frau" oder "so purzeln die Kilos") für eines oder mehrere Schlankheitsmitteln. Beim näheren Hinsehen findet sich dann im Kleingedruckten der Hinweis, dass ohne Ernährungsumstellung und Disziplin nichts geht.

Die schlankheitsbezogene Werbung ist jedenfalls ein Grenzfall, da sie für Medizinprodukte und für Homöopatika nur unter bestimmten Voraussetzungen und für Lebensmittel generell nicht erlaubt ist.

(red)

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