Katholische Kirche

Fast eine Million überlegt Austritt

18. März 2010, 16:04

77 Prozent der Österreicher sind für rückwirkende Abschaffung der Verjährungsfristen

Wien - Die jüngst bekanntgewordenen Missbrauchsfälle könnten der römisch-katholischen Kirche einen noch nie dagewesenen Schaden zufügen: Laut einer Umfrage des Integral-Instituts überlegen sich derzeit 17 Prozent der rund 5,6 Millionen Kirchenmitglieder, das entspricht fast eine Million, den Austritt. Mit 77 Prozent hat sich zudem eine große Mehrheit für eine rückwirkende Abschaffung der Verjährungsfristen bei Missbrauch ausgesprochen.

Für 38 Prozent der Menschen hat sich die Grundeinstellung zur katholischen Kirche negativ verändert, geht aus der Umfrage weiters hervor. Wie tief das Vertrauen in die Kirche erschüttert ist, zeigt sich auch bei der Frage, ob die Menschen ihre eigenen Kinder der Obsorge einer Einrichtung der katholischen Kirche anvertrauen würden. Eine Mehrheit der Bevölkerung von 56 Prozent kann sich dies nicht bzw. nicht mehr vorstellen.

Nur 28 Prozent der Befragten glauben daran, dass die Kirche die Vorfälle in ihrem Umfeld selbst aufklärt: Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) halten das für unglaubwürdig. Eine Mehrheit von 51 Prozent verlangt, dass die starke Bevorzugung kirchlicher Einrichtungen im Staat, basierend auf dem Konkordat, abgeschafft wird.

In der telefonischen Blitz-Umfrage des Integral-Instituts im Auftrag der Unabhängigen Plattform/Privaten Initiative zum Schutz der Opfer kirchlicher Gewalt wurden Anfang dieser Woche 300 Personen befragt. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 183
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Bendickt Raatzfinger
00
22.4.2010, 22:09
Mixa

Es soll ein Gebot geben: "Du sollst nicht lügen". Genau das hat Mixa das Schwein aber mehrmals getan, ganz zu schweigen von den Verfehlungen der andern Gebote. Und jetzt. Er darf in die Ferien bekommt eine fette Pension und einen schönen Alterssitz und der Papa hat ihm vergeben. Bevor er sich an den Opfern vergangen hat, hat er sich wahrscheinlich mit dem Wein vom unterschlagenen Geld zugesoffen. So ist das, Du kannst tun was Du willst, danach gehst Du einfach zur Beichte und alles ist wieder gut und Du kannst mit der Schweinerei von vorne beginnen. So einem Kriminellen gehört der (weltliche) Prozess gemacht und nicht die Absolution erteilt und ein gutes Leben beschert. Die Opfer werdens dem (schein)heiligen Papst danken.

Ramto
00
22.3.2010, 20:56
Diese "representative Umfrage

wurde von einem gewissen Abtreibungsarzt Dr. Fiala initiert und umfasste eine Personengruppe von 300 Leuten.
Was soll das?!

standardabweichung
00
22.3.2010, 08:58

also liebe kirche, die nächsten monate keine kirchensteuer einheben!

baobao
13
21.3.2010, 13:55
Flexibel

Ich bin froh schon vor Jahrzehnten diese Zwangsvereinigung beendet zu haben. Das hindert ja nicht, trotzdem nach gewissen Regeln und Geboten sein Leben zu gestalten.

Wenn man bedenkt, dass man einst als Schulkind beichten ging, kann man nur vermuten, wie dieses "Suenden" bei manchen Geistlichen so aufgenommen wurden.
Ich meine, die kath. Kirche in bekannter Form hat sich entgueltig als entbehrlich erwiesen.
Modenschauen und Gesehen werden waren doch zuletzt die Hauptgruende fuer das sonntaegliche Ausgehprogramm und der Fruehschoppen funktioniert ohnehin auch ohne Messe davor!

Dass es ueberhaupt solange ohne jede Reaktion und Sanktion funktionierte ist der eigentliche Skandal!!!

Amadea0901
05
21.3.2010, 10:06
Austritt,

aber ohne mich.

Alf von Melmak
 
56
21.3.2010, 03:56
Fast eine Million überlegt Austritt


Schrecklich, daß überhaupt noch so viele bei dem Verein dabei sind...

steppi1
54
21.3.2010, 01:51
jetzt endlich

Ich hatte schon oft den Austritt überlegt. Die Kirchengemeinde an sich halte ich nicht für schlecht. Missbrauch ist schlimm, aber da kann ich noch einen gewissen Affekt entdecken. Die vertuschenden Bischöfe haben allerdings in meinen Augen so etwas wie geplanten Mord (oder halt gleichrangig) begangen. Die konnten nämlich objektiv urteilen. Ihre Überlegung, dass die Kirche geschützt werden muss, ist eine Folge des Gehorsamkeitsprinzips, welches von oberster Stelle nach unten weitergereicht wird. Sie haben daher alle nur ihre Pflicht getan. So wie auch verschiedenste Personen zur Zeiten des Nationalsozialismus.
Nach dem heutigen Kirchenbrief und dem, was nicht gesagt wurde, steige ich jetzt aus.

Woyt'sa Vadshn?
 
04
21.3.2010, 14:12
Wer austritt,...

...findet sich implizit damit ab, von innen nichts verändern zu können / wollen.

Wie die Geschichte lehrt, muss der Druck aber von innen kommen, dem Druck von aussen hat die kath. Kirche ja bekanntlich 2000 Jahre erfolgreich widerstanden!

Doch es gibt sehr wohl Methoden, die auch von aussen massiv zum nachdenken anregen würden:

1) Streichungen aller Subventionen für Bau-/Erhaltungsmaßnahmen von Immobilien in kirchlichem Besitz unter gleichzeitigem Beharren auf die denkmalschutz-bezogenen Verpflichtungen des Eigentümers (Das kostet richtig Geld!)
2) Entzug des Öffentlichkeitsrechts für kirchlich betriebene Schulen
3) Volle Steuerpflicht für kirchliche Einnahmen. Das beträfe zum Beispiel die USt für engeltliche Veranstaltungen, etc.....

Gerhard Schwarz
 
310
20.3.2010, 11:16

Wer NICHT austritt ist zumindest Beihelfer...

x x3
31
21.3.2010, 10:14
Kollektivschuld?

Aus welcher Ecke kommt solches Denken?

Gerhard Schwarz
 
56
21.3.2010, 12:40

Beihilfe hat nichts mit Kollektivschuld zu tun. Sondern ist der bewusste persönliche Akt der Unterstützung einer Handlungsweise. Die menschenfeindliche Sexualmoral der Kirche - sowohl die unnatürliche Unterdrückung wie der Missbrauch an Abhängigen - sind strukturell und systemimmanent in der Kirche und Bestandteil einer unterdrückerischen Ideologie. Einer derartigen Körperschaft - in die jeder ungefragt hineingezwungen wurde - trotz Wissens über ihre Substanz weiterhin anzugehören ist eine bewusste individuelle Entscheidung zur Begünstigung und Unterstützung ihrer Inhalte.

x x3
50
21.3.2010, 21:21
Da ich keine Lust habe, auf solch "eigenartigen" Ansichten ernsthaft zu antworten

Machen sie einfach ihre Anzeige beim Staatsanwalt und wenn sie dann abgewiesen werden, setzten's halt eine weitere Verschwörungstheorie in die Welt.

PS: Sollten sie Täter bzw. Personen, die Beihilfe geleistet haben, tatsächlich persönlich kennen und das nicht den Behörden melden, machen sie sich nicht auch mitschuldig?

Gerhard Schwarz
 
05
21.3.2010, 21:43

Ideologien kann man nicht "anzeigen" - sondern sie nur unterstützen - oder eben nicht.

ArminK
57
20.3.2010, 14:39

Ein Austritt tut der eigenen Seele gut, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.
Wenn wieder ein reaktionärer Bischoffssager kommt oder sexualfeindliche Verkündungen (Kondome sind verboten!), so kann man sich wenigstens sagen: Ich bin nicht Mitglied in dem Verein.

ArminK
00
21.3.2010, 15:01

... und sich von Zeit zu Zeit ein wenig auf die eigene Schulter klopfen.

Imi Söba
48
19.3.2010, 22:33
Fast eine Million überlegt Austritt...

Kann ich irgendwo helfen? Kuchen Backen, Tee kochen, Brote schmieren, Bedürftige zur Austrittsstelle bringen?

left
411
19.3.2010, 19:58

Und was ist mit den anderen 4,6 Mio. Noch-Mitgliedern? Kirchenaustritt ist das einzige Anständige was Noch-Mitglieder machen können. Alle die weiterhin diesen Mafia-Verein mit Kirchenbeitrag sponsern, machen sich indirekt auch mitschuldig.

x x3
40
21.3.2010, 10:31
Der nächste, der auf Kollektivschuld plädiert.

Nächster Schritt in deiner Argumentationskette?

Die Opfer sind selber schuld, weil sie immer noch, zumindest einige von ihnen, bei diesem Verein sind?
Die Eltern sind schuld?

Was du von der "guten", alten Kirche sehr gut gelernt hast:
Schuld. Sorge dafür, dass sich die Leute schuldig fühlen. Direkt, indirekt, egal. Hauptsache: Schuldig.

Vielleicht zahlst du keine Kirchenbeitrag mehr.
Ausgetreten - zumindest geistig - bist du deswegen noch lange nicht.

newlife generation
44
19.3.2010, 18:41
Kirchensteuer sinnvoll einsetzen!

Verwendet euren Kirchenbeitrag einfach für bessere Projekte. Es gibt genug davon.
Die Kirche muss jetzt einfach merken dass es so nicht geht.

Austreten und den Betrag einer sinnvollen Organisation - nicht Caritas denn die gehören auch zur Kirche, spenden.

ira2
 
42
20.3.2010, 11:24

Integrationshaus, Ärzte ohne Grenzen, ATTAC...

slartibartfaß der Umwandler
32
19.3.2010, 21:57

also ich bin "fast" bei ihnen.

aber die caritas hat doch sehr viele projekte am laufen, die menschen helfen. weis nicht, ob diese menschen, denen von der caritas geholfen wird, glücklich sind, würds die organisation nicht mehr geben. ein paar freunde von mir wären ohne die caritas keine behindertenbetreuer, und glauben sie mir, die sind alles andere als christlich

steppi1
00
21.3.2010, 01:53

sehe ich aus.
Und es sind ja nicht alle Priester schlecht. Es ist das System des Dachverbandes, das auf blindem Gehorsam fusst, der eigentliche Schuldträger.

Risotta M.
54
19.3.2010, 18:24
Yeahhhh endlich!!!!

readymate
55
19.3.2010, 14:58
Überlegts net lang...!



.

Schnapphahn
01
19.3.2010, 14:46
Fast eine Million überlegt Austritt

Na, da gibt es aber eine Menge Platz im Himmel ;)

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