Elfenbeinhandel wird Wilderei verstärken

12. März 2010, 11:57

US-Forscher: Eine Handelsgenehmigung, wie sie Tansania und Sambia fordern, wird den Populationen zusetzen

Washington - US-Forscher haben sich dagegen ausgesprochen, Tansania und Sambia den Verkauf von Restbeständen ihres Elfenbeins zu gestatten. Die beiden afrikanischen Länder beantragten dafür bei der Artenschutzkonferenz in Doha Genehmigungen. Das Team um den Biologen Samuel Wasser von der Universität Washington ist überzeugt, dass die Handelsgenehmigung die Elefantenwilderei in allen afrikanischen Ländern verstärken würde. Im Wissenschaftsjournal "Science" forderten sie daher jetzt, das Gesuch abzulehnen.

Sambia und Tansania exportieren nach Erkenntnissen der US-Forscher am meisten illegales Elfenbein nach Asien. 2002, 2006 und 2009 seien in asiatischen Ländern Tonnen an Schmuggelware sichergestellt worden, schreiben die Forscher in "Science". Ein Großteil dieses Elfenbeins stammte aus Tansania, wie DNA-Analysen ergaben. Allein 2009 habe Tansania 14 Tonnen Elefanten-Stoßzähne illegal in asiatische Länder verkauft.

Zahlen nicht offengelegt

Tansania und Sambia machen keine transparenten Angaben über die Anzahl ihrer Elefanten und deren jagdbedingte Sterberaten, schreiben Wasser und seine Kollegen. Um jedoch zum eingeschränkten Verkauf von Elfenbein zugelassen zu werden, müssen die Länder belegen, dass ihr Elefantenbestand gesichert ist und der Elfenbein-Handel ihm nicht schadet. Außerdem sind Japan und China nach Ansicht der US-Forscher keine geeigneten Handelspartner, da sie zu den größten Konsumenten illegalen Elfenbeins gehörten.

In den vergangenen dreißig Jahren habe sich die Anzahl der Elefanten in Afrika um rund 35 Prozent reduziert. Heute leben dort nach wissenschaftlichen Schätzungen weniger als 500.000 Tiere. "Mehr als acht Prozent der Elefantenpopulation wird jährlich gewildert", sagt Wasser. Das bringe das Ökosystem und das Klima aus dem Gleichgewicht und begünstige die Verbreitung von Krankheiten. Der weit verbreitete illegale Handel mache es schwierig, das Stillstandsabkommen zum Elfenbeinhandel einzuhalten.

Schon bei der letzten Artenschutzkonferenz 2007 in Den Haag war das bis dahin geltende totale Verkaufsverbot von Elfenbein gelockert worden. Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe durften ihre Elfenbeinvorräte verkaufen, die sie bis zum 31. Jänner 2007 angesammelt hatten. (APA)


Abstract
Science: Elephants, Ivory, and Trade

    Kommentar posten
    11 Postings
    Kahuna
    00
    12.3.2010, 18:29
    "Elfenbeinhandel wird Wilderei verstärken"

    No na.

    Göttliche Komödie
    01
    12.3.2010, 17:28
    Petition von Avaaz gegen den Elfenbeinhandel zum Unterschreiben

    Diese Petition gegen den Elfenbeinhandel wird dieses Wochenende beim UN-Treffen in Doha übergeben und kann über untenstehenden link unterzeichnet werden. http://www.avaaz.org/de/no_mor... _ivory/?vl

    http://www.avaaz.org .

    Elisabeth1201
    01
    12.3.2010, 16:14
    Elfenbein

    Hoffentlich geht das nicht durch, das Ende der Elefanten wäre die Folge. Sie haben ohnehin schon wenig Chancen zum Überleben, da sich in Afrika fast niemand für die Erhaltung der wunderbaren Flora und Fauna interessiert. Für Geld aus China usw. aber schon. Und dort gibt's ja überhaupt keine Ethik .....

    dreyfusard
    01
    12.3.2010, 15:05

    bitte nicht mehr! dieses grauslige morden muß endlich aufhören!

    kalinka karechta
    31
    12.3.2010, 13:38
    Stimmt es, dass man durch Einnahme von geriebenem Elfenbein ewige Potenz erlangen kann?

    . Diogenes
    02
    12.3.2010, 15:31
    Ja das stimmt

    Besonders wirkungsvoll ist Elfenbein wenn man sich
    so einen Stoßzahn unzermahlen über den Pen*s
    stülpt.

    HomerJ
    03
    12.3.2010, 14:15

    ja- funktioniert ungefähr genausogut wie meine gemahlenen Zehennägel

    werner b.
    00
    13.3.2010, 09:58

    Ui, das würde ich nicht laut sagen, sonst schneiden s' ihnen gleich die Zehen ab.

    Mulla Nasrudin
    02
    12.3.2010, 14:03

    Ja, man bekommt sogar eine ewige Dauererektion, die allerdings schon nach ca. 4 Stunden ziemlich schmerzhaft wird, und auch im Schwimmbad nicht immer vorteilhaft ist.

    Kontrahent1
    11
    12.3.2010, 12:13
    Im Gegenteil,

    es kommt zum Preisverfall denn, alleine was Südafrika aus kontrollierter Jagd gehortet hat, könnte den Markt überschwemmen. Und RSA hätte wieder Geld um die teuren Elefantenzäune im Norden zu erhalten. Ist doch nichts einfacher, als nur zertifiziertes Elfenbein im Markt zuzulassen.

    X Y
    00
    12.3.2010, 13:39
    Alles nicht wahr,

    was Sie da sagen. DEN MARKT kann man nie sättigen. Allein was die Chinesen dann an Elfenbei wollen, wenn es denn frei erhältlich ist, wird Südafrikas "Reserven" in Null komma nix aufbrauchen, Und ab dann ist das unkontrollierbare Halali angesagt, mit automatischen Waffen natürlich.
    Machen Sie nicht den Fehler, alles an der Größe des jetzigen Marktes zu messen. Die meisten Artikel "braucht" kein Mensch, es muss erst ein Markt geschaffen werden. Ab dann kann niemand mehr ohne sie leben. Beim Elfenbein ist aber sogar ein Grundverlangen da. So einen Dammbruch darf man nicht riskieren. Staaten, die vom Tourismus leben, darf das ruhig gesagt werden.

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