Schmied: SV-Nummer bleibt Teil der Bildungsdokumentation

10. März 2010, 20:04

Schmied berief sich im Unterrichtsausschuss auf Expertise - Mayer verlangt Umstellung auf Personenkennzeichen

Wien - Bundesministerin Claudia Schmied (SPÖ) sieht mittelfristig keine machbare Alternative zur Verwendung der Sozialversicherungsnummer für die Bildungsdokumentation. Das betonte sie am Donnerstag im Unterrichtsausschuss. Der Datenschutzrat hat diese Praxis vor kurzem kritisiert - und dessen Vorsitzender Johann Maier (SPÖ), SPÖ-Abgeordneter, sprach sich als Experte im Ausschuss dafür aus, mittelfristig auf ein bereichsspezifisches Personenkennzeichen umzustellen.

Schmied hielt dem laut Parlamentskorrespondenz entgegen, dass der Umstieg mehr Verwaltungsaufwand und damit mehr Kosten verursachen würde. Außerdem befürchtet sie einen Verlust an Datenqualität. Die Ministerin berief sich auf eine Expertise, verfasst von Universitätsprofessor Nikolaus Forgo vom Institut für Rechtsinformatik der Universität Hannover.

Experte: Sozialversicherungsnummer "durchaus gangbare Variante"

Dieser hält die Verwendung der Sozialversicherungsnummer für eine "durchaus gangbare Vorgehensweise". Der Befürchtung, Bildungsdaten könnten mit sonstigen personenbezogenen Daten verknüpft werden, trat er mit dem Argument entgegen, dass der Identifikationsfaktor außerhalb der Bildungsdokumentation keine Verwendung finde.

Die von Maier verlangte Umstellung hielte für Forgo zwar auch für eine gute Lösung, sie würde aber zu einem erheblichen Implementierungsaufwand an den Schulen und zu komplexen datensicherheitsrechtlichen Fragen führen, erläuterte er. Schmied erklärte sich bereit, Alternativen mittelfristig im Auge zu behalten und andere Optionen weiter prüfen zu wollen.

Die Heranziehung der SV-Nummer für die Bildungsdokumentation wurde von mehreren Seiten als datenschutzrechtlich bedenklich kritisiert. Mit einer Novelle im Jahr 2008 wurde deshalb die "Statistik Österreich" miteinbezogen - die jetzt die SV-Nummer in die sogenannte Bildungsevidenzkennzahl umcodiert. Das Unterrichtsministerium kann nicht mehr auf die SV-Nummer schließen. (APA)

 

stuffy
10
12.3.2010, 06:40
Typisch Ex-Bankerin

... reduziert die Menschen auf eine Nummer!

... damit sie leichter ihrer Excel Statistik mit Pivot Tabelle führen kann - vom Schulwesen aber hat sie leider keinen blassen Tau!

Sowas ähnliches war auch im 2. WK der Fall, da wurde Menschen Nummern in den Unterarm tätowiert!

komajo
00
11.3.2010, 16:57
Betrachten

wir doch die SV-Nummer ganz einfach als zweiten oder dritten Vornamen. Wer sich ein falsches Diplom zulegen will, wird für dieses Problem auch einen Weg finden.

NELGA
01
11.3.2010, 16:03
Ich verstehe die Aufregung nicht!

Vor- und Familienname sowie das Geburtsdatum sind ja auch Bestandteil der Bildungsdaten. Und diese Merkmale sind für einen hohen Prozentsatz der Bevölkerung schon für eine eindeutige Identifikation ausreichend. Also was soll's ....

spitzenkandidat.2.0.
12
11.3.2010, 10:01
Daten sammeln ...

... zu mehr sind unsere Politiker leider nicht mehr fähig. :(

t 3
 
04
11.3.2010, 06:01
ach, wie hat sich die spö

nicht über diese big-brother-maßnahme aufgeregt. und jetzt, wo doch ohnehin sparen angesagt ist, und man wohl am meisten dabei einsparen könnte, wenn man diese letztklassige datenkrakendatensammlung gleich gänzlich unterläßt, da passiert --- was?

mein dank geht natürlich auch nochmal an die övp; denn "ist der ruf erst ruiniert, lebt sich es sich ganz ungeniert". und das gilt im übertragenen sinne offenbar auch für gesetze, wenn sie erstmal eingeführt wurden...

byron sully
27
10.3.2010, 21:36

was soll der unfug? wird als nächstes die körbchengröße von schülerinnen auch notiert? diese datenvernetzung ist ja echt zum sp**ben.

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